Österreichs Fenster in die eSports Welt

Archive for November, 2017

eSports erreicht Österreich – die Infografik

Der Höhenflug von eSports – das kompetitive Spielen von Computer- und Videospielen – reißt weltweit nicht ab. Das professionelle Gaming boomt wie nie zuvor und hat nun auch Österreich erreicht. Unsere Infografik gibt dir einen schönen Überblick.

Die Infografik gibt einen Überblick über eSports in Österreich. Die Infografik beinhaltet allgemeine Informationen zu fünf beliebten eSports Spielen, zu Zuschauerzahen und Preisgeldern sowie spezifische Infos zum eSports-Hype in Öserreich, inklusive den Top 5 Teams.

Der Code zum Einbinden der Infografik auf deiner Website:

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<a href="“https://www.esports.at/esports-streaming-weeks/“">eSports Weeks – Jetzt mehr erfahren</a>

 

esports weeks

 

eSports als Leistungssport: Zocken für Millionen von Euro und Fans

82 Millionen Euro an Preisgeld wurden 2017 von eAthleten aus der ganzen Welt erspielt. Der Spitzenreiter unter den Events ist das von Valve veranstaltete Turnier „The International“. Bei der jährlich stattfindenden Weltmeisterschaft des MOBAs Dota2 konnte durch die Mithilfe der eigenen Community – mittels eines Crowdfunding-ähnlichen Systems – die Preisgeldsumme von unglaublichen 21,4 Millionen Euro gesammelt werden. Einen großen Teil des Kuchens  schneidet sich der deutsche Dota2 Spieler Kuro „Kuroky“ Takhasomi. Kuro konnte in seiner bisherigen Karriere über drei Millionen Euro an Preisgeldern für sich erspielen– und führt somit die Liste der eSports Topverdiener an.

Neben den Preisgeldern steigen auch die Zuschauerzahlen der äußerst aufwendig produzierten Events explosionsartig an. Wurde die Weltmeisterschaft von dem Spiel Leauge of Legends, kurz LoL, im Jahr 2012 noch von 8,2 Millionen Zuschauern verfolgt, ist die Zuschauerzahl 2016 auf unglaubliche 43 Millionen Zuschauer angestiegen. Auch Offline-Events boomen. So zählte das Intel Extreme Masters in Kattowitz dieses Jahr über 170.000 Besucher. Zahlen, von denen viele „traditionellen“ Sportarten träumen

2017 – Das Jahr der Professionalisierung des eSports in Österreich?

Parallel zu dieser internationalen Erfolgsgeschichte bringt der aktuelle Hype auch frischen Wind und zunehmende Professionalisierung in die österreichische eSports-Szene. Nicht nur die Neugründung von drei eSports-Ligen, nämlich der krone.at-eBundesliga, der E-Sport League Austria und der A1 Esport League Austria, allein in diesem Jahr, sondern auch die zahlreich stattfindenden eSports Events, wie regelmäßige Online-Ligen, Turnierveranstaltungen und Public Viewing Events, unterstreichen die positive Entwicklung.

Monatlich 520‘000 User auf Twitch

Neben den Liga-Neugründungen zeigen die zunehmende Aufmerksamkeit der medialen Berichterstattung sowie 520.000 österreichische User auf Twitch, dem international populärsten Live-Streaming-Videoportal, dass das professionelle Gaming in Österreich auf dem Vormarsch ist.

Die jährlich im Rathaus der Stadt Wien stattfindende Game City ist mit 80.000 Besuchern die größte Gaming-Messe in Österreich und auch der Austragungsort des Finals der E-Sport League Austria. Hier werden die Staatsmeister in den Spielen League of Legends, Call of Duty und FIFA gekürt.

Meilenstein: Internationales Know-How und starke Wirtschaftskräfte schaffen neue Ligen in Österreich

Auf der Game City 2017 wurde zudem die A1 eSports League Austria in Kooperation mit dem weltweit größten eSports-Anbieter ESL vorgestellt. Die erste Saison ist auf einen Preispool von 10.000 Euro datiert. Gespielt wird zunächst nur LoL, doch stehen weitere Titel für die Zukunft im Gespräch. Die Mischung aus ESL, die sehr viel Know-How in der Organisation und Gestaltung von nationalen und internationalen Ligen und Turnieren mitbringt, und Sponsoring durch Großunternehmen verspricht Weiterentwicklungspotential für die österreichische eSports-Szene.

Ein Highlight der nationalen Entwicklungen im professionellen Gaming stellt die im Oktober 2017 neu initiierte krone.at-eBundesliga dar.  Diese vereint erstmals alle Fußballclubs der österreichischen Bundesliga unter einem Dach und ist mit 6.000 Teilnehmern die größte eFußball-Liga in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zum Kräftemessen am Controller sind nicht nur Profis wie Andres Torres von RB Salzburg und Mario Viska von SK Rapid Wien eingeladen. Auch Amateure können sich für den Kampf um den heißbegehrten Siegertitel und das Preisgeld von 15.000 Euro qualifizieren.

Österreichische Gamer behaupten sich im internationalen Wettbewerb

Neben der Weiterentwicklung der nationalen Liga- und Turnierlandschaft, stehen auch die Erfolge österreichischer eSportler auf der internationalen Bühne für die große Zukunft des eSports. 2016 hresnn der 18-jährige Österreicher Raffael „GameKing“ Iciren im Spiel Hearthstone den Weltmeistertitel des internationalen eSport Verbands (ieSF). Das deutsche Counter Strike: Global Offensive Team „BIG“ spielte sich unter der Leitung des österreichischen Coachs Alexander „kakafu“ Szymanczyk bei dem PGL 2017 Major in Krakau bis unter die Top 8 der Welt. Im Kartenspiel GWENT konnte sich Elias „Shaggy“ Sagemeister gegen sieben andere Spieler durchsetzen und das erste GWENT Open Turnier in Köln für sich entscheiden. In Quake Champions sicherte sich der Österreicher Richard „noctis“ Gansterer mit seinem internationalen Team bei dem Quake World Championship 2017: Sacrifice Tournament den zweiten Platz. Als jüngster österreichischer Erfolg auf internationaler Ebene ist die Qualifikation und Teilnahme des Tekken7 Spielers „ZaZa“ an der diesjährigen ieSF World Championship in Busan zu verbuchen.

eSports in der Mitte der Gesellschaft

Die rapide Entwicklung der letzten Jahre zeigen, dass eSports nicht mehr zu den gesellschaftlichen Randerscheinungen zählt, sondern seinen Weg in die Mitte der Gesellschaft gefunden hat. Steigende Spielerzahlen, zahlreiche Liganeugründungen und erfolgreiche Weiterführung sowie die Kooperation mit starken Wirtschaftspartnern zeigen, dass eSports sich – auch in Österreich – auf ungebrochenem Erfolgskurs befindet.

 

Nicht verpassen! Die eSports Streaming Weeks – jetzt entdecken!

 

 

XoYnUzi Stream

Woche eins unserer eSports Weeks. XoYnUzi streamt hier täglich, ausser am Donnerstag, ab ca. 09:00 Uhr League of Legends für +/- fünf Stunden. Wenn er nicht live ist, kannst du dir hier jeweils den aktuellsten Stream reinziehen (oben rechts im Player).

eSports Week 1 – XoYnUzi – League of Legends

In der ersten Woche unserer eSports Weeks streamt XoYnUzi für dich hauptsächlich League of Legends. 

XoYnUzi

Name: Enqiang Zhou

Alter: 23

Herkunft: Österreich

Team: Alpaka eSports

Lieblingsgame: LoL

Spielerfahrung: 15 Jahre

 

Streaming-Zeiten

Mo, 27.11.: Ab ca. 09:00 Uhr

Di, 28.11.: Ab ca. 09:00 Uhr

Mi, 29.11.: Ab ca. 09:00 Uhr

Do, 30.11.:

Fr, 01.12.: Ab ca. 09:00 Uhr

Sa, 02.12.: Ab ca. 09:00 Uhr

So, 03.12.: Ab ca. 09:00 Uhr

Klicke hier, um dir den Stream von XoYnUzi reinzuziehen.

 

League of Legends

«League of Legends», kurz «LoL», ist ein Echtzeit-Strategiespiel mit über 100 Millionen aktiven Gamern pro Monat. 2009 wurde das Spiel von Riot Games entwickelt und ist sehr stark von dem Warcraft III-Mod «DotA» inspiriert worden. Noch heute teilt es viele Gemeinsamkeiten mit dem Game.

Der Spieler schlüpft in die Rolle von unterschiedlichen Charakteren, sogenannte «Champions». Mit einem insgesamt fünfköpfigen Team wird versucht das Hauptgebäude des Gegners, «Nexus» genannt, zu zerstören. Ein wichtiger Unterschied gegenüber «DotA» ist der Zugang zu den Charakteren: Im Spiel «DotA» stehen alle Helden kostenlos zur Verfügung, wo hingegen im Spiel «League of Legends» wöchentlich immer nur zehn verschiedene «Champions» kostenlos zu Verfügung stehen. Falls man eine Figur dauerhaft spielen möchte, muss diese kaufen gekauft werden.

«League of Legends» ist aus eSports nicht mehr weg zu denken. «League of Legends» kann mit einigen Rekorden aufwarten, auch wenn «DotA 2»-Profis bei Tournieren immer noch die höchsten Preisgelder einsacken. Es gab beispielsweise bei keinem anderen Event in der Geschichte des eSports derart hohe Besucherzahlen wie beim Finale der «League of Legends»-WM 2017: Insgesamt verfolgten über 60 Millionen Fans das Spektakel vor Ort oder online.

Recap Vienna Comic Con 2017

Die Vienna Comic Con 2017 lieferte mit der Vienna Challengers Arena und den krassesten Cosplays Osteuropas ein tolles Wochenende.

Fünffach Popkultur für fast 25’000 Fans

Filmstars, Cosplayer, Comics, YouTube-Ikonen und die Turniere der Challengers Arena: die Vienna Comic Con 2017 war letztes Wochenende ein absoluter Hotspot.  

Zwei Tage zocken zwischen Cosplayer und TIE-Fighter

Gemeinsam mit Riot Games launchte die VIECC heuer Österreichs größtes League of Legends Turnier, die Vienna Challengers Arena. Von 291 Teilnehmern hatten sich vier Teams im Vorfeld auf die Wiener Messebühne gespielt.

Live vor Ort konnten die Besucher, die das Respawn rechtzeitig verlassen haben, am Sonntagmittag das Finale zwischen den deutschen Teams AngryGorillas und BaitOfTheRuinedKing mitverfolgen. Mit einem klaren 3-0 Sieg entschieden die AngryGorillas das Turnier für sich und nahmen die 2500 Euro Preisgeld mit nach Hause. Und obendrauf eine Ryze-Skin.  Hier kannst du das Finale nachschauen: https://www.twitch.tv/videos/202581647

Für  Beat’em Up-Anhänger gab es ein Smash Meele Turnier, Superhelden-Fans kamen bei Injustice 2 oder bei Marvel vs. Capcom: Infinite auf ihre Kosten.

Potenzial für mehr eSports vorhanden 

Die VCA  rundete die VIECC, die ganz klar im Zeichen von Cosplay stand, schön ab. Da die Spiele gut besucht waren, ist ein Ausbau im Hinblick auf die VIECC 2018 zumindest nicht unrealistisch.

eSports.at Streaming Weeks

Wir freuen uns, in den nächsten acht Wochen acht verschiedene Streamer und Streamerinnen vorstellen zu dürfen. Unser Ziel ist, euch eine möglichst große Bandbreite an unterhaltsamem Twitch Content aus Österreich zu zeigen. Vom Vollzeitstreamer mit über 50’000 Followern bis zum Community Streamer mit 72 Followern. Vom E-Sport Profi bis zum Variety Streamer. Von Plan-B bis zu Austrian Force e-Sports. Und von FIFA bis zu PUBG.  In jeder Woche wird ein Streamer im eSports.at Spotlight sein!

Das Programm der eSports.at Streaming Weeks

eSports in Österreich – Daten und Fakten

Preisgelder in der Gesamthöhe von über 25.000 €, knapp 40.000 registrierte eSportler und zahlreiche Organisationen beleben die österreichische Szene.

In Österreich erleben eSports aktuell seinen zweiten Frühling. Heimische Organisationen und namenhafte Konzerne unterstützen die Szene und sorgen für Aufschwung. Für Österreich ist das aber keine Neuheit Bereits kurz nach der Jahrtausendwende, zwischen 2000 und 2007, gab es einen großen eSports-Boom. Damals wurden beispielsweise die Qualifier zu den World Cyber Games in Österreich veranstaltet. Auch die ESL hatte mit der ESL Alpen einen Ableger in Österreich. Nachdem aber der LAN-Party Trend zurückging und sich auch einige Unternehmen wieder aus eSports zurückzogen, stagnierte die Szene. Seit ca. 3 Jahren geht es aber wieder bergauf – und zwar rasant!

3 neue Ligen als Zugpferde

Du hast in letzter Zeit bestimmt von den großen heimischen Turnieren, wie der krone.at-eBundesliga, der A1 eSports League Austria powered by ESL oder der ELA (e-Sport League Austria) gehört. Diese 3 Ligen wurden allesamt im Jahr 2017 ins Leben gerufen und sind heuer die Zugpferde der österreichischen eSports. Zusätzlich finden weiterhin zahlreiche Turniere und Community Events, die von engagierten eSports Organisationen betrieben werden, statt. Durch die 2017 stattfindenden Ligen werden Preisgelder in einer Gesamthöhe von über 25.000 € ausgespielt. Aber wie viele eSportler und wie viele Teams gibt es eigentlich in Österreich?

eSports Hot Spots in Österreich

Viele Teams – wenige Vereine

Der eSport Verband Österreich (ESVÖ) hat seit seiner Gründung im Jahr 2007 Turnierteilnehmer statistisch festgehalten und registriert. Aus den Aufzeichnungen ergeben sich knapp 40.000 registrierte eSportler, die bei heimischen Turnieren mitspielen oder mitgespielt haben. Alleine die krone.at-eBundesliga konnte im Jahr 2017 6.000 Teilnehmer verzeichnen. Österreichische Teams gibt es ebenfalls viele, allerdings besitzen nur die wenigsten einen Rechtskörper und werden als eingetragener Verein geführt. Eine juristische Person (sprich: ein Verein) ist aber für die meisten Sponsoring-Deals und Preisgeldausschüttungen eine Grundvoraussetzung.

Die besten eSportler orientieren sich in Richtung Ausland

Mit eSports Geld verdienen – der Traum von vielen jungen eSportlerinnen und eSportlern. In der Realität können aber nur die wenigsten von ihrer Gaming-Leidenschaft auch tatsächlich leben. Ganz weniger österreichischer eSportler haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und beziehen ihre Haupteinnahmequelle aus eSports. Sie spielen für internationale Teams und an den entsprechenden Events. 5 – 7 % aller österreichischen eSportler spielen auf einem professionellen Niveau und können, zumindest gelegentlich, auf Einnahmen und Preise setzen. Der Großteil aller eSportler ist aber im semi-professionellen Raum angesiedelt.

FIFA als Platzhirsch

Obwohl eSports häufig als Begriff für das professionelle Spielen von Videospielen generalisiert wird, sind die einzelnen Disziplinen sehr vielseitig. Eine grobe Unterscheidung kann schon zwischen Teamspielen und Einzelspielen getroffen werden. Viel tiefer geht es dann in die Unterscheidung der verschiedenen Spielgenres und sogenannten eSport-Tiers (eSports Tauglichkeit von Spielen). Die meisten Turniere finden in Österreich in dem Spiel FIFA statt – der Großteil der österreichischen eSportler sind demnach auch FIFA-Spieler. Dicht gefolgt von League of Legends auf Platz 2 und CS:GO auf Platz 3. Danach gibt es zahlreiche mittelgroße Szenen, wie beispielsweise in Super Smash Bros, DOTA2, Overwatch und Hearthstone.

Streamer bringen die Events ins Netz

Jede Szene steht und fällt mit ihren Organisationen. Zahlreiche engagierte Personen treiben – größtenteils durch ehrenamtliche Arbeit – eSports voran. Der eSport Verband Österreich setzt sich für Strukturen und eine nationale, sowie internationale Vernetzung ein. Turnierorganisatoren wie die Area52, Austrian Force und BarCraft Graz veranstalten starke Events und Meisterschaften. Auch wenn du kein aktiver Spieler bist, kannst du dennoch dabei sein: heimische Caster und Streamer übertragen die Turniere oftmals auf der Livestreamingplattform „Twitch“ live für dich.

Eine der bekanntesten Gaming-Kommentatoren in Österreich sind der FIFA Caster „iCould plays“ und League of Legends Experte „Envy“. Sie waren schon bei großen Turnieren wie der e-Sport League Austria und der krone.at-eBundesliga dabei. Für die Community veranstaltet der Verein Austrian Force beinahe wöchentlich Streams, bei denen auch selbst mitgespielt werden kann.

Erste Unternehmen tasten sich an eSports heran

Die Organisationen finanzieren sich größtenteils noch selbst. Zwar können immer wieder Aufträge und Unterstützungen von Unternehmen verbucht werden, für das Anstellen von Mitarbeitern reicht das aber in der Regel nicht. Deshalb wird auf ehrenamtliche Arbeit gesetzt. Um ein langfristiges Wachstum in der Szene zu garantieren, muss sich dies aber ändern. Idealerweise funktioniert das in Zukunft auch durch lokale Unternehmen, Mitgliedsbeiträge und Förderungen auf Kommunalebene – vergleichbar mit einem lokalen Fußballverein. Nur so können wir gemeinsam wachsen und eine weitere Professionalisierung garantieren.

Auch große Unternehmen tasten sich an eSports heran und könnten in Zukunft für einen anhaltenden Aufschwung sorgen. Mit an Bord sind bereits namhafte Firmen wie UPC, A1, und krone.at. Durch die eBundesliga werden auch die großen österreichischen Fußballklubs auf eSports aufmerksam. Spielerverpflichtungen wurden bereits im kleinen Rahmen getätigt und werden bestimmt auch in Zukunft weiter forciert – eine positive Nachricht also für alle FIFA Spieler unter euch!
Coverage, politische Anerkennung und finanzielle Beteiligung durch Unternehmen als Schlüssel

Tausende Euro Preisgeld, namhafte Unternehmen, viele heimische Organisationen und eine starke Community. Aber was fehlt eSports noch, um tatsächlich Mainstream in Österreich zu werden. Aus unserer Sicht können hier 3 wesentliche Punkte genannt werden:

  1. Coverage in den Mainstream-Medien – und zwar laufend. Wenn die großen Medienhäuser, wie z.B. eine Kronenzeitung, ein ORF und die Prosieben-Gruppe auf eine laufende Berichterstattung aufspringen, kann das Thema eSports auch der breiten Masse – also auch all jenen, die nichts mit Gaming am Hut haben – nähergebracht werden. Fachmedien sind zwar gut und wichtig, erreichen allerdings in der Regel nur Personen, die mit dem Thema bereits vertraut sind.
  2. Anerkennung bei politischen Stellen auf Gemeindeebene. eSports sind bei vielen öffentlichen Stellen angekommen und wird von einem Sportministerium und einem Familienministerium positiv wahrgenommen und teilweise unterstützt. Wirklich wichtig wäre noch eine Unterstützung auf Gemeindeebene. So können lokale Vereine und eSports-Klubs gegründet und finanziert werden.
  3. Wertschätzung der Dienstleistungen von den Unternehmen. eSports Veranstaltungen organisieren und planen ist Arbeit – und zwar viel Arbeit. Unternehmen müssen das wie in anderen Sponsoring-Bereichen anerkennen und entsprechenden entlöhnen.

Wie der eSport Verband Österreich die Szene fördert

Auch im virtuellen Sport braucht es Strukturen. Seit über 10 Jahren bemüht sich der eSport Verband Österreich (ESVÖ) deshalb um die Förderung der heimischen eSport Szene.

In Österreich zählt eSport derzeit nicht zu den offiziell anerkannten Sportarten. Die weiter wachsende Szene verlangt allerdings nach Strukturen und Medienarbeit. Seit der Gründung im Jahr 2007 dient der eSport Verband Österreich (ESVÖ) als erste Anlaufstelle für eSport-Interessenten. Im Fokus stehen dabei die Medienarbeit und Aufklärung. Aber nicht nur Öffentlichkeitsarbeit zählt zu den Aufgaben des Verbands, vieles passiert auch hinter den Kulissen. Wir haben uns mit Verbandspräsidenten Stefan Baloh über die Hauptaufgaben und Ziele des ESVÖ unterhalten.

Verbandspräsident Stefan Baloh

Verbandspräsident Stefan Baloh

 

www.esports.at: Worin sehen Sie die Hauptaufgaben und Funktionen des eSport Verband Österreich?

Stefan Baloh: Unsere Hauptaufgabe liegt derzeit sehr stark in der Medienarbeit. Wir sind als Verband die erste Anlaufstelle für Journalistinnen und Journalisten, die sich für eine Berichterstattung zu dem Thema eSport interessieren. Auf der anderen Seite gehen wir aktiv auf große heimische Medienunternehmen zu, um auch dort Aufmerksamkeit zu schaffen.
Als eine der Gründernationen der International e-Sports Federation (IeSF) sind wir außerdem für die internationale Repräsentation unseres Landes verantwortlich.

www.esports.at: Was wurde 2017 erreicht?

Stefan Baloh: Vieles passiert im Hintergrund und wird nach außen hin nicht als ESVÖ Tätigkeit wahrgenommen. Wir haben heuer in 2 großen Medienunternehmen die Rubrik eSport implementiert und bei zahlreichen Berichterstattungen mitgewirkt. Besonders erfreulich ist die Mitarbeit bei den größten österreichischen eSport Events des Jahres – zum Beispiel bei der krone.at-eBundesliga, bei der A1 e-Sports League Austria und natürlich der Game City.

www.esports.at: Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Stefan Baloh: Wir arbeiten gerade intensiv an einem Hardware-Leihpool, um österreichischen Organisatoren die Organisation von eSport Events zu erleichtern. Außerdem setzen wir uns weiterhin für Strukturen im österreichischen eSport ein.

www.esports.at: Was genau meinen Sie mit Strukturen?

Stefan Baloh: Ich vergleiche das immer gerne mit anderen Sportarten, wie beispielsweise Fußball. Wenn man im ländlichen Raum Fußball spielen möchte, fährt man auf den nächstgelegenen Fußballplatz. Im Idealfall tritt man auch gleich dem lokalen Fußballverein bei. Im eSport gibt es das nicht. Hier fehlen derartige flächendeckende Strukturen. Das Angebot ist derzeit nur vereinzelt in Ballungszentren wie Wien und Graz vorhanden.
Um hier Strukturen zu schaffen und diese auszubauen, braucht es die Bereitschaft Geld zu investieren – in erster Linie von Unternehmen und der lokalen Politik.

www.esports.at: Haben Sie noch eine Nachricht oder einen Tipp für alle eSportler aus Österreich?

Stefan Baloh: Bleibt dran und habt Freude am eSport. Die Szene entwickelt sich nur dank euch so gut in Österreich. Für alle, die sich auch für die Organisation von eSport Events und Turnieren oder für ein allgemeines Mitwirken im eSport interessieren, haben wir immer ein offenes Ohr – meldet euch bei uns.

Game City – ESVÖS Beitrag an Österreichs größter Gaming-Veranstaltung

Bereits seit 11 Jahren findet die jährliche Game City im Wiener Rathaus statt – 2017 konnte sie 77.000 Besucher verzeichnen. Auch für eSport Fans hat die Veranstaltung, die als Mix aus Messe, Familienfest und Convention betrachtet werden kann, einiges zu bieten. Jährlich finden große Turniere wie zum Beispiel Staatsmeisterschaften, die e-Sport League Austria und die Austrian Nintendo Gaming League ihr Highlight auf der Game City. Der eSport Verband Österreich tritt dabei als Mitbegründer und Mitveranstalter auf.

Als im deutschsprachigen Raum die damals sogenannte „Killerspieldebatte“ entstand, ging man in Österreich nicht den Weg des Verbots, sondern setzte bewusst auf Aufklärungsarbeit. Diese Strategie ebnete den Weg für die größte Gaming-Veranstaltung in Österreich. Heute baut die Veranstaltung auf 4 Säulen: Fachtagung, Kinder- und Jugendarbeit, Ausstellung und eSport. Dieser Mix in Kombination mit der einzigartigen Veranstaltungslocation (Wiener Rathaus) macht die Game City zu einem Fixtermin für Gaming-Fans.

Der eSport Verband Österreich koordiniert den eSport Bereich, sämtliche Turniere und die Hauptbühne der Messe. Vorab finden Qualifikationen für Finalturniere statt, die mit Partnerorganisationen aus ganz Österreich durchgeführt werden. Sämtliche Turniere des ESVÖ werden von ausgebildeten eSport Schiedsrichtern geleitet.

Schiedsrichterausbildung für den eSport

Mit der eSport-Schiedsrichterausbildung bietet der eSport Verband Österreich kostenlose Kurse für eSportler an. „Mit der Schiedsrichterausbildung vermitteln wir unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nötige Know-How für die eigenständige Veranstaltung und Leitung von eSport-Turnieren. Dazu gehören einerseits die Turnierbaumplanung und die Bedienung des Tournament-Tools, aber auch die Entscheidungsmöglichkeiten bei Problemfällen. Zwischendurch wird immer etwas aus dem Nähkästchen geplaudert – man glaubt kaum, was man in der Organisation von eSport Turnieren alles erleben kann.“ – so Manuel Haselberger vom ESVÖ. Je nach Erfahrung wird vom ESVÖ zwischen Junior-Referees und Senior-Referees unterschieden. Auch für externe Veranstalter stehen die Schiedsrichter in Absprache mit dem eSport Verband zur Verfügung. Bei den Klubevents der eBundesliga kamen bereits 20 Referees zum Einsatz.

 

Wenn ihr live im eSport dabei sein möchtet oder Interesse an der Schiedsrichterausbildung habt, meldet euch unter office@esvoe.at oder auf www.esvoe.at.

In eigener Sache: wir suchen Verstärkung

Du möchtest bei der Entwicklung von eSports.at von Beginn weg dabei sein? Dann komm an der VIECC’17 an unserem Stand vorbei, bewirb dich und lass uns gemeinsam eSports in Österreich voranbringen. 

eSports ist in Österreich auf dem Vormarsch. Und wir ab sofort mittendrin. Neben Infos zu den jüngsten Entwicklungen werden wir in den nächsten Wochen österreichische eSportler vorstellen. Unser Anspruch ist es, der eSports-Community eine Plattform zu bieten und der breiten Bevölkerung zu zeigen, wie vielfältig das Thema ist. Fernab von verstaubten Clichées.

Damit wir diese umsetzen können, brauchen wir dich.

Machertyp please

Du bringst folgende Eigenschaften mit:

  • Du bist ein Machertyp mit flotter Schreibe
  • Du kennst dich in eSports aus, bist aber nicht zwingend in einem Verein und/oder Team
  • Du hast Lust uns in der Redaktionsplanung zu unterstützen und potenzielle Partner für uns zu identifizieren
  • Du verfolgst Events, Turniere und Ligen und möchtest gerne darüber berichten
  • Du bringst Skills hinter Tastatur und Videokamera mit.
  • Du bist bereit, dein Kopf für ein wunderhübsches Autorenfoto zu präsentieren und vielleicht auch mal vor der Kamera zu agieren.

Bewirb dich an der VIECC‘17

Getriggert? Während der VIECC’17 kannst du dich am Samstag und Sonntag direkt an unserem Stand (C1005) mit einem kurzen Video bewerben. Wir freuen uns auf dich!

Die Vienna Comic Con entdeckt eSports für sich

Der Höhenflug des eSports, des professionellen Spielens von Computer- und Videospielen, reißt weltweit nicht ab und macht auch keinen Halt vor der Vienna Comic Con. Auf der diesjährigen Vienna Comic Con (VIECC) steht das wettbewerbsmäßige Gaming im Fokus.

Die dritte Auflage der Vienna Comic Con steht vor der Tür

Dieses Wochenende ist es so weit, die dritte Auflage der Comic und Entertainment Expo findet in der Messe Wien statt. Vom 18.11. – 19.11.2017 ist Wien somit erneut Zentrum aller Comic und Gaming Fans.  Vertreten sind Stars aus den Genres Comics, TV-Shows, Filme, Cosplay und Mangas. Neu in diesem Jahr ist, dass mit der Vienna Challengers Arena (VCA) zum ersten Mal eSports Turniere selbst durchgeführt werden. Im Zuge der VCA werden die Games in einem großen Showdown auf einer Bühne ausgetragen und bringen somit internationales eSports Flair nach Wien! Auch UPC selbst zählt wieder zu den Ausstellern und lädt neben ihrem aus dem Vorjahr bekannten On Demand Stand in die neugestaltete eSports-Lounge.

VIECC 2016, Copyright: www.fabshoot.me/office@fabshoot.me

Erstmalig eSports Turniere bei der VIECC

Während der Vienna Challengers Arena finden folgende Turniere statt: League of Legends (LoL), Super Smash Bros. Melee (SMASH) sowie das Viennality’s Clash Of Heroes Turnier. Bei allen gibt es ein attraktives Preisgeld zu gewinnen. In einer eigens von der VIECC auf rund 2000 m² gestalteten eSports Arena können die Gamer ihr strategisches Denkvermögen und spielerisches Geschick unter Beweis stellen.

Der League of Legends Ableger des Turniers wird von der VIECC selbst in Zusammenarbeit mit dem Spielhersteller Riot Games und UPC als Kommunikationspartner verwirklicht und stellt bis dato das größte League of Legends Turnier Österreichs dar. Die Teams aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, welche sich bereits im Vorfeld online für das Turnier qualifiziert haben, werden über den Zeitraum von zwei Tagen um den Titel der VCA sowie einen Preispool von 2500 Euro kämpfen.

Für Fans von Super Smash Bros. Melee ist das SMASH Fighting-Game-Turnier, welches die VIECC in Zusammenarbeit mit der Wiener Melee Community organisiert, eine gute Möglichkeit ihre Skills auf höchstem Level zu testen.  Auch bei dem SMASH Turnier bietet ein Preispool von 1500 € ausreichend Ansporn um gegen die zahlreichen Gegner anzutreten.

Das Clash of Heroes Turnier stellt eine Kooperation zwischen dem Turnierveranstalter Viennality und der VIECC dar. Auch hier handelt es sich um ein Fighting Game Turnier. Gespielt werden die Titel Injustice 2 sowie Marvel vs. Capcom: Infinite. Für die erfolgreichsten Fighter des Turniers winken tolle Sachpreise und Amazon-Gutscheine.

Als Besucher kannst du die Turniere in einem gemütlichen Public-Viewing-Pavillon mit einem Aurora Craft, dem ersten VIECC Craft Bier, in der Hand mitverfolgen und die Teilnehmer auf ihrem Weg ins Finale anfeuern!

Attraktive eSports-Lounge von UPC

Wie sich aus der Partnerschaft zwischen UPC, VIECC und Riot bei der Umsetzung des aktuell größten League of Legends Turniers in Österreich erkennen lässt, ist UPC aktiver Teilhaber und Wegbereiter für die Weiterentwicklung der österreichischen eSports Szene und unterstützte bereits auf der Play Austria 2017 die Veranstalter, Gamer und Besucher vor Ort mit gratis WLAN. Neben der Förderung der aktiven Szene, wartet UPC mit einer eigens gestalteten eSports-Lounge, welche sich direkt neben der eSports-Bühne befindet, auf und lädt die Besucher ein in die Welt des eSports einzutauchen.  Unter anderem bietet UPC allen Fans des Gaming und eSports unter dem Motto „Hire a Gamer“ die Möglichkeit UPC von ihren Skills im Blogging und Storytelling im Rahmen einer kurzen Videosession zu überzeugen. Darüber hinaus habt ihr die Chance den Profis von UPC über die Schulter zu schauen, während sie auf der VIECC selbst Interviews führen und Podcasts produzieren. Damit diese erinnerungswürdigen Momente nicht in Vergessenheit geraten, könnt ihr euch beim UPC Photobooth ablichten lassen und das Selfie direkt als Print mit nach Hause nehmen.

Und sonst so?

Neben einer geballten Ladung eSports hat die VIECC jedoch auch einiges mehr zu bieten. Auf rund 20.000 Quadratmetern bietet die VIECC Platz für unzählige Attraktionen von über 300 Ausstellern aus den Themengebieten Comics, Filme, Fernsehen, Spielzeug, Anime und Manga. Auch eine breite Palette an Events innerhalb der Comic Con wird angeboten. Als Besucher kannst du nicht nur an interessanten Panels, Screenings und Fan-inspirierten Aktivitäten teilhaben, sondern auch von zahlreichen Stargästen Autogramme ergattern. Unter den Hollywoodgästen befinden sich unter anderem Jason Isaacs (Harry Potter), Benedict Wong (Doctor Strange), John Rhys-Davies (Herr der Ringe) und Temuera Morrison (Star Wars). Ein weiteres Highlight stellen die VIECC Championships of Cosplay dar, an welchen sogar internationale Szenestars wie Alodia Gosiengfiao und die amtierende Cosplay-Weltmeisterin Okkido teilhaben werden. Ein abwechslungsreiches Programm ist garantiert!