Österreichs Fenster in die eSports Welt

Archive for April, 2018

Das große Interview mit dem Sportministerium: Wird eSports in Österreich als Sport anerkannt?

eSports ist in den letzten Monaten in seiner vollen Pracht auch in Österreich angekommen! Es reiht sich ein Turnier an das nächste und auch die Szene wird immer größer. In vielen Ländern haben die Regierungen auch schon die Wege für eine stabile Zukunft geebnet. Ein zentraler Punkt ist die Anerkennung des eSports von staatlicher Seite. So erhalten eSportler in den USA, China und auch in europäischen Ländern wie Schweden oder Dänemark Athleten-Visa. Bis eSports in Österreich als Sport anerkannt wird, dürfte es allerdings noch ein bisschen dauern. Wir von eSports.at haben beim Sportministerium nachgefragt, wie die Chancen für eine Anerkennung stehen!

Die Hoffnung auf Anerkennung lebt

Wir haben uns mit Philipp Trattner, dem stellvertretenden Ressortleiter des Sportministeriums, getroffen. Er hat uns über die derzeitige Situation aufgeklärt. Derzeit ist noch alles in der Planungsphase, diese ist jedoch schon weit fortgeschritten. Das Sportministerium und die Bundessportorganisation überprüfen die Entwicklung genau und auch eine Aufnahme in das olympische Programm für Paris im Jahr 2024 ist sehr realistisch. Das Ministerium schätzt auch den kognitiven Aspekt, den eSports mit sich bringt und man will die Situation genau evaluieren. Im Sommer wird schon eine Vorentscheidung erwartet, ob eSports in Österreich als Sport anerkannt und in den Kreis der Sport-Fachverbände aufgenommen wird. Die wirtschaftliche Seite bekommt dahingehend auch eine Bedeutung, da auch viele Unternehmen das Potenzial von eSports erkennen.

Die Kehrseite der Medaille

Es gibt jedoch auch kritische Töne. So gibt Trattner zu bedenken, dass das Sportministerium die körperliche Gesundheit fördern will und da gehört stundenlanges vor dem Fernseher beziehungsweise dem Computer sitzen nicht dazu. Zusätzlich haben First-Person Shooter keine Chance, da sie laut Trattner gewaltverherrlichend sind, weil virtuell auf Menschen geschossen wird.

Das volle Interview mit Philipp Trattner seht ihr im Video. Hier erläutert er etwa auch, wie das Förderungssystem im Detail aussieht sowie welche eSports-Titel eine besondere Aufmerksamkeit von staatlicher Seite bekommen.

Astralis gewinnen Dreamhack Masters Marseille

Recap zum vergangenen Wochenende: Erstmals seit der IEM Katowice 2017 können sich die Dänen von Astralis wieder Champions nennen. Im Finale der Dreamhack Masters am Sonntag in Marseille konnte sich Astralis mit einem 2:0 Sieg gegen Na`Vi den Titel sichern.

Astralis, welche lediglich eine Niederlage auf einer Map gegen Team Liquid einstecken musste, dominierte das Turnier und besiegte auf dem Weg ins Finale mit FaZe und Fnatic auch zwei der Top Teams der Szene. Im Finale selbst stand den Dänen dann „nur“ mehr Oleksandr ‚s1mple‘ Kostyliev und sein Team Na’Vi gegenüber. Der derzeit beste Spieler der Welt, s1mple, war auch der größte Faktor, der zwischen dem Titelgewinn von Astralis stand. Auf der ersten Map, Nuke, welche Astralis mit 16:4 gewann, war s1mple mit 22 Kills wieder einmal Topfragger – eine unglaubliche Leistung bei nur vier gewonnen Runden.

Auf der zweiten Map des BO3 Finales, Inferno, fand Na’Vi etwas besser ins Spiel, letztlich gegen die taktisch unglaublich stark aufspielenden Dänen aber keine Lösung. Besonders der ingame Leader von Astralis, Lukas ‚gla1ve‘ Rossander, und Neuzugang Emil ‚Magisk‘ Reif spielten auf der CT Seite von Inferno groß auf. Schlussendlich gewann Astralis auch Inferno mit 16:12 und das Finale insgesamt mit 2:0 gegen Na’Vi. Gla1ve selbst wurde auf Grund seines unglaublich starken B Holds auf Inferno zum Match MVP des Finales gewählt. S1mple hingegen wurde zum zweiten Mal ohne ein Turnier gewonnen zu haben, für seine unglaublich konstanten Leistungen während des Turniers selbst zum HLTV MVP der Dreamhack Masters Marseille gewählt.

Astralis Dreamhack Masters Marseille

Astralis wieder Nummer 1?

Der Sieg von Astralis bei den Dreamhack Masters stellt den ersten Turniersieg der Dänen seit März 2017 dar. Nach einem unglaublich dominanten Start in das Jahr 2017, bei dem die Dänen das ELEAGUE Major in Atlanta sowie die IEM in Katowice gewannen, sackte die Leistung immer mehr ab. Nach anhaltend guten Leistungen aber ausbleibenden Turniersiegen, folgte schlussendlich im Februar dieses Jahres ein Rosterchange. Mit dem Wechsel von Markus ‚Kjaerbye‘ Kjærbye gegen Emil ‚Magisk’ Reif scheinen die Dänen genau die richtige Wahl getroffen zu haben und schließen an die starken Leistungen des Frühjahres 2017 an. Was dabei aber nicht außer Acht gelassen werden darf, ist, dass Astralis stark von den mangelnden Leistungen von FaZe, mousesports und SK Gaming profitiert. FaZe und SK Gaming, welche beide kürzlich einen Spielerwechsel vollzogen haben, werden sich zukünftig bestimmt wieder stärker präsentieren. Die Brasilianer von SK, die mit Jake ‚Stewie2k‘ Yip nun erstmals ein englischsprachiges Teammate haben, leiden sichtlich an der Sprachbarriere, die nun zwischen den Spielern existiert. Der Verlust von Olof ‚Olofmeister‘ Kajbjer, der aus persönlichen Gründen eine Auszeit von CS:GO nimmt, war bei FaZe während der Masters auch spürbar. Man darf gespannt sein, ob Astralis bei dem Finale der ESL Pro League Season 7 in Dallas, vom 14.5.18 bis dem 20.5.2018, an ihre Leistungen in Marseille anknüpfen kann oder ein anderes Team überraschen wird. Nach der Leistung bei den Dreamhack Masters gelten die Dänen bereits – wieder einmal – als bestes Team der Welt und starten somit als Favorit in das Turnier in Dallas Anfang Juni.

 

Bilderquellen:
https://twitter.com/DreamHackCSGO/status/988101435685564418
https://twitter.com/hltvorg/status/988099755216658432?s=21

Geld verdienen mit Twitch – Newcomer zeigt, wie’s geht!

Als Streamer Kohle machen. Davon träumen viele Gamer auch bei uns in Österreich. Es müssen ja nicht gleich 500.000 Dollar monatlich sein wie bei Streamer Ninja. Jeder fängt mal klein an. So wie etwa Florian „Haenooh“ Welzl aus Wien Floridsdorf. Er wollte Geld verdienen mit Twitch und hat binnen kurzer Zeit erste Erfolge gelandet. Flo’s Roleplay-Stream ist nicht einmal 40 Tage online und hat schon 800 Euro eingebracht!

Florian ist Polizist. Aber auch Pizzeria-Betreiber. Und wenn es gerade passt, auch Soldat. Flo hat keine multiple Persönlichkeit, sondern ist ganz einfach leidenschaftlicher Roleplay-Fan. Und als solcher hat er vor etwas mehr als einem Monat auch einen Twitch Channel gestartet. Schon nach kurzer Zeit sprudelten die ersten Donations, bis zu 235 Euro am Tag kamen herein. Und jetzt, einen Monat später, hat Haenooh schon an die 200 Follower und fast 800 Euro an Earnings gemacht. Aber wie geht das?

Planlos ist gleich chancenlos!

Gleich zu Beginn Faustregel Nummer eins: Erfolgreicher Streamer wird nur, wer einen Plan hat. Strukturiertes Vorgehen spielt also eine zentrale Rolle. Flo aka Haenooh ist ein gutes Beispiel. Er fasste Anfang März den Entschluss, mit eigenen Streams los zu legen. Also setzte er sich hin, bündelte seine Überlegungen und erstellte einen Schlachtplan, wie er schildert: „Viele Streamer sagen: Ich dreh einfach auf und schaue, was passiert. So bin ich nicht an die Sache herangegangen. Ich habe zuvor ziemlich genau geplant.“

Haenooh legte sich eine Art Checklist zurecht, die in etwa folgende Fragen umfasste:

  • Was soll mein Content sein?
  • Was ist meine USP als Streamer?
  • Zu welchen Zeiten streame ich?
  • Wie promote ich meinen Kanal?
  • Wie lerne ich aus den Statistiken?
Geld verdienen mit Twitch Checklist Haenooh

Florian Welzl: in seinem Roleplayer-Leben ist er Sheriff Haenooh Ipiacie

Geld verdienen mit Twitch – Content is King!

Und dann ging es auch schon los. In Sachen Content musste sich Flo nicht lange den Kopf zerbrechen: „Ich spiele seit zwei Jahren Roleplay. Begonnen habe ich mit Arma3, dann kam GTA dazu. Ich spiele das echte Leben nach, das heißt, es gibt Gesetzbücher und du gehst deinem Job nach. Das kann sein, dass du bei der Polizei arbeitest oder bei Rettung oder Feuerwehr oder vielleicht auch einfach die Verbrecherschiene einschlägst.“

Bei Haenooh dreht sich alles um Roleplay, speziell um Arma3, GTA, aber auch Pizza Connection. Wann immer er streamt, geht es in irgendeiner Form um Rollenspiele. Seine Follower wissen damit, was sie bekommen. Wie in einem Kaufhaus. Wäre doch dumm, wenn Media Markt plötzlich Milch verkaufen würde statt Computern und Fernsehern! Dann würde über kurz oder lang bestimmt niemand mehr kommen.

Unique Selling Proposition (USP)

Um sein Image zu schärfen, borgte sich Florian Welzl einen Begriff aus der Wirtschaftslehre aus. Er verschaffte sich ein Alleinstellungsmerkmal, das ihn von anderen Streamern abhebt. In seinem Fall bedeutet das: „Ich spiele einen Polizisten, den es so sehr selten gibt. Ich bin ein Good Cop, kein Bad Cop. Ich würde zum Beispiel bei einer Verkehrsübertretung ganz cool die Person mit einem kleinen Ticket davon kommen lassen. Wenn jemand aber in der Stadt Tempo 100 fährt, dann kann ich richtig ragen und austicken! Also ich glaube, man muss sich einen Ruf aufbauen und herausstechen. Meinen Posten als Polizist gibt es in dieser Form, wie ich es mache, nur einmal!“

Geld verdienen mit Twitch Haenoohs Studio

Klein, aber fein: der Streaming-Arbeitsplatz von Flo aka Haenooh

„Zeit ist Geld“  – auf Twitch umso mehr!

In diesem Punkt kommt bei Flo eindeutig der Manager durch. Beruflich arbeitet er nämlich in der Privatwirtschaft, wo er viel mit Zahlen und Analysen zu tun hat. Und genau dieses Werkzeug hilft auch beim Streamen, ist er gegenüber eSports.at überzeugt: „Ich glaube, dass die Zahlen das Kernstück des Streamens sind. Man kann zum Beispiel klar sagen, dass ein Sonntag bei mir ein schwacher Tag ist, um zu streamen. Unter der Woche bringt es viel mehr. Man muss einfach schauen: Wann haben Leute, die ähnliche Dinge machen wie du selbst, ihren Off Day? Und dann muss man zuschlagen!“

Also kurz gesagt: Geld verdienen mit Twitch geht wahrscheinlich nur, wenn du deine eigenen Zahlen, Daten und Fakten analysierst! Aber vergiss auch nicht, die „Mitbewerber“ auf Twitch zu beobachten und deren Zahlenmaterial zu checken!

Tu Gutes und sprich drüber!

Einen anderen Trick hat sich Haenooh aus dem Bereich der Public Relations (PR) ausgeborgt. Wer nämlich seine Sache gut macht, hat nicht automatisch schon gewonnen. Ganz im Gegenteil: Wenn keiner davon erfährt, ist jeder noch so gute Streamer zum Scheitern verurteilt. Deshalb ist Promotion gefragt. Aber Vorsicht! Es soll nicht zu aufgesetzt wirken, rät Flo: „Ich habe in meinen Streams überhaupt keine Aufforderungen. Ich bin ein höflicher Mensch, aber ich will nicht sagen: ‚Hey, donate mir was, damit ich mir Dieses und Jenes kaufen kann.‘ Es haben mir schon viele empfohlen, die Menschen aufzufordern. Aber das würde ich Keinem empfehlen.“

Stattdessen geht Haenooh einfach auf seine Follower ein. Sobald er merkt, dass etwas gut ankommt, bleibt er an dieser einen Sache dran: „Die Leute sind in meinen Kanal hereingekommen und haben irgendwas gesehen, was ihnen gerade gefallen hat. Und da haben sie gesagt: Hey gefällt mir, was du machst. Ich donate! Und dann haben sich die Leute gegenseitig getriggert und die Donations sind geflossen. An einem Tag sogar 235 Euro!“ Wer das tut, was er am besten kann und am liebsten macht, kann am ehesten Donations bekommen, ist Haenooh sicher: „Ich glaube, am besten ist es, dass man das Spiel so spielt, wie es einem gerade gefällt. Und auch mit den Zusehern im Stream gemeinsam was zu machen ist gut. Bei Pizza Connection haben wir zum Beispiel eine eigene Pizza gemacht, die alle haben wollten.“

Und noch eine Sache ist im Zeitalter von Social Media Pflicht: Sei auf Facebook, Twitter, Instagram und Co und sprich über dich und deinen Stream! Denn nur wer spricht, wird gehört. Von wilden Werbe-Posts in irgendwelchen Foren rät Roleplay-Streamer Haenooh hingegen ab.

Geld verdienen mit Twitch Zahlen

Zahlen-Zauber: Haenooh studiert täglich seine Statistiken

Zahlen lesen zahlt sich aus!

Punkt 5 unserer kleinen Checklist ist für die Mathematik-Muffeln unter euch sicherlich schwerer Tobak. Denn geht es nach Haenooh, dann ist das Zahlen lesen und interpretieren für Streamer absolute Plicht. Er zeichnet die Veränderungen seiner Aufrufe und Follower in Excel Sheets auf. Ebenso analysiert er, wie sich die Zahlen der Klicks und neuer Follower zueinander verhalten. Im besten Fall kann Flo damit sagen, welcher Content zu welchen Tageszeiten am besten funktioniert. Und natürlich, in welchem Fall seine Follower am liebsten donaten.

Donations am besten reinvestieren!

Damit die Einnahmen aus seinem Twitch Stream nicht abreißen, bevor sie so richtig begonnen haben, investiert Haenooh ständig in neues Equipment. Derzeit findet sich in seinem kleinen, aber feinen Streaming-Studio ein Rechner, bald soll es einen zweiten geben. Als Kamera verwendet er eine einfache Logitech-HD Webcam, welche ihn vor einem Greenscreen sitzend, filmt. Das grüne Stofftuch im Hintergrund ermöglicht professionell aussehende Keying-Effekte.

Geld verdienen mit Twitch Webcam

Passt für den Anfang: Logitech HD Webcam

Wichtig ist beim Streamen auch ausreichende Beleuchtung, und die muss anfangs gar nicht teuer sein, beruhigt Flo: „Ich habe irgendwelche Lampen aus dem Keller hervor gekramt. Ich bin überrascht, wie gut diese beiden kleinen Lampen ihren Job machen. Irgendwann will ich mir Softboxen kaufen, aber die kosten halt gleich einmal 80 Euro mindestens, das geht ins Geld!“

Ganz zentral ist auch ein guter Ton. Stichwort: Mikrofon! Hier streamt Flo noch mit seinem Headset, bis er sich ein professionelleres Lavalier-Mikrofon zum Anstecken besorgen kann. Wichtig ist auch, dass die Raumakustik passt und man unangenehmen Hall ausblendet. Das geht am besten mit Akustikschaumstoff, wie ihn Haenoh an einer seiner Wände angebracht hat.

Geld verdienen mit Twitch Stream Deck

Haenooh’s neuester Stolz: das Stream Deck!

In punkto Software setzt der Neo-Streamer auf bekannte Klassiker: „Nichts Spezielles. Ich habe OBS und Streamlabs Chatbot, sowie TipeeeStream für die verschiedenen Szenen. Das Einzige, das ich als richtiges Herzstück sehe, ist das Elgato Streamdeck. Kostet viel, ist bei 150 Euro, aber das ist echt der Wahnsinn.“ Und wer weiß: Vielleicht kann sich Flo bald jede Menge anderen technischen Schnickschnack kaufen.

 

Übrigens: Wie ihr euren Twitch-Stream professionell auffetten könnt, könnt ihr in unserem Beitrag über own3d nachlesen!

MBL Sieg beim A1 eSports League Finale

Freud und Leid liegen so eng beisammen. Das musste auch DZ Legends beim League of Legends Finale in der A1 eSports League schmerzvoll erfahren. Eni, Elijah und Co hatten keine Chance gegen MBL. Und so wird der MBL Sieg beim A1 eSports League Finale in die österreichische eSports Geschichte eingehen.

Gutes Macro und unglaubliche Drafts

Zwei Dinge haben MBL Freitagabend zum Triumph verholfen: sensationelle Drafts und unheimlich gutes Macro Play. LoL Caster Markus „Envy“ Raschek war fasziniert: „Die Drafts von MBL waren unglaublich. Und auch wie MBL mit den Champions die Games geclosed hat. Die haben heute eine Leistung gezeigt, die wir glaube ich in der ganzen Liga noch nicht gesehen haben!“

Novachrono mit Triple Kill

Die Aktion des Abends hat wohl Benno „Novachrono“ Micic geliefert. Er hat mit dem Vladimir einen Triple Kill geschafft und damit die Fans in der Wiener Marx Halle in Jubelstimmung versetzt. „Ein geniales Play!“, lobt Kommentator Envy. Und auch für MBL Jungler Muhammed „Agurin“ Kocak war der Triple Kill im ersten Game eindeutig das Geilste!

MBL Sieg beim A1 eSports League Finale Pokal

MBL: So sehen Winner aus!

„Alles beim Frühstücken geplant!“

Glaubt man dem MBL Supp Tobias „Dreamer Ace“ Schreckenender, dann war (fast) alles geplant: „Agurin und ich haben schon in der Früh überlegt, wie wir spielen. Und es hat genau so funktioniert, wie wir wollten.“ Die definitive Spielentscheidung ist für ihn im zweiten Game gefallen: „Als wir überraschend Baron gemacht haben – das war eigentlich spielentscheidend. Und das war eigentlich der beste Call von allen!“

MBL Sieg beim A1 eSports League Finale DZ Legends

Hängende Köpfe beim Verlierer-Team DZ Legends

DZ Legends als fairer Verlierer

Niedergeschlagenheit und Enttäuschung hat sich nach dem MBL Sieg beim A1 eSports League Finale bei DZ Legends breit gemacht. Andreas „Elijah“ Brandl nimmt es im Interview mit eSports.at aber sportlich: „Ja sicher haut uns das ein bisschen zurück. Wir sind schon enttäuscht, aber in ein paar Stunden ist wieder alles okay. MBL war heute einfach besser!“ Das nennt man Fair Play. Alle Achtung! Und natürlich CONGRATS AN MBL! 🙂

MBL Sieg beim A1 eSports League Finale Agurin Dreamer Ace

MBL mit Mega Pokal (im Bild: Dreamer Ace und Agurin)

 

Red Bull pLANet one mischt eSports Szene auf!

Der Herbst wird alles andere als langweilig. Neben der Wiener Game City oder der Vienna Comic Con wird es auch ein Mega-Event von Red Bull geben. Das hat der Energy Drink-Riese vor Kurzem beim 4GAMECHANGERS Festival in der Wiener Marx Halle angekündigt. Der Name der neuesten eSports Event-Erfindung: Red Bull pLANet one.

Es soll ein eSports Event für die ganze Community werden. So hat Red Bull die Veranstaltung auf der 4GAMECHANGERS Bühne präsentiert.Im Veranstaltungstitel steckt das schöne Wörtchen LAN, und das sagt auch schon alles. Aber: es wird keine gewöhnliche LAN Party, sondern ein Konzept, bei dem die Teilnehmer auf PC, Konsole und Smartphone gegeneinander antreten. Die Voranmeldung ist bereits online möglich! Und auch der Termin ist mit dem 2. bis 4. November super fein. Der fällt nämlich genau auf’s verlängerte Wochenende zu Allerheiligen und Allerseelen. Also schon ein Fixtermin im eSports Eventkalender!

Metastadt als Location für Red Bull pLANet one

Als Schauplatz für Red Bull plANET one fungiert die Metastadt in Wien Donaustadt. Hier haben die eSportler alles, was sie brauchen: auf etwa 2.000 Quadratmetern können sich die erwarteten 500 Gamer austoben. Der Turniermodus wird laut Red Bull ein einzigartiger. Weitere Infos will der Veranstalter aber erst zu einem späteren Zeitpunkt announcen. Eines haben wir von eSports.at aber schon erfahren: Ausdauer ist dabei wichtig!

Red Bull planet one Logo

Große Stage als Plattform für Spieler!

Wichtig ist Red Bull, dass sich Spieler jeder Plattform groß präsentieren können. Mit dabei sein können prinzipiell alle, denn die Turniermodi werden Profis genauso challengen wie Hobby-Gamer. Und auch genügend Platz für Fans gibt es, damit am Ende eine feine eSports-Kulisse entstehen kann.

eSports Stars wie Eni fix dabei!

Den ersten Zuspruch hat Red Bull gleich nach dem Announcement in der Marx Halle bekommen. Und zwar von einem der Aushängeschilder des österreichischen eSports, nämlich Eni aka XoYnUzi: „Ich bin superneugierig auf das Event und freue mich schon mega darauf,“ meint der Streamer und LoL-Profi. Und auch aus Österreichs größtem eSports-Verein Austrian Force kommt euphorische Stimmung: „Wir werden am Red Bull pLANet one in voller Stärke vertreten sein!“

Red Bull planet one Eni XoYnUzi

Eni aka XoYnUzi glüht schon mal mit einem Red Bull vor.

Red Bull sorgt für Energy auch im Rahmenprogramm

Auch abseits der LAN tut sich beim Red Bull pLANet one Einiges: Stargäste werden die Aftershow-Partys rocken, ein Cosplay Contest soll Verkleidungs-Künstler anziehen und überhaupt verspricht Red Bull die coolste Community der Welt! Wer regelmäßig Infos erhalten will, kann die unverbindliche Voranmeldung nutzen. Und auch bei uns auf eSports.at seid ihr natürlich immer vorab informiert!

Großes LoL eSports Finale – DZ Legends vs. MBL

DZ Legends gegen MBL. So lautet das Finale der A1 eSports League Austria auf dem 4GameChangers Festival. Vor dem großen LoL eSports Finale am Freitag haben sich sämtliche Liga-Spieler am Donnerstagabend noch in der Wiener Respawn Bar getroffen. Wir von eSports.at waren mitten drin.

Den Titel machen sich genau jene beiden Teams untereinander aus, die zuvor die größten Favoriten waren. DZ Legends hat Playing Ducks im zweiten Halbfinal-Spiel am Donnerstag 2:0 geschlagen. MBL konnte gegen Tick Trick & Duck 2:1 siegen. Im Großen und Ganzen keine Überraschungs-Ergebnisse, analysiert LoL Caster Markus „Envy“ Raschek: „Ja ich denke auch, dass die beiden Teams die Favoriten waren. Aber beide Teams, die heute um den dritten Platz gespielt haben – Playing Ducks und Tick Trick & Duck – haben gezeigt, dass sie eigentlich knapp dran waren. Vor allem TTD! Es hat großen Spaß gemacht, zuzusehen!“ Das Grande Finale steigt dann Freitag ab 20:30 auf der Main Stage in der Wiener Marx Halle, zu sehen auch im Livestream auf Twitch!

LoL eSports Finale Envy

LoL Caster Envy: „Glaube, dass MBL leichter Favorit ist!“

Gegner vor LoL eSports Finale vereint bei Bier und Popcorn

Obwohl sie sich im großen LoL eSports Finale nichts schenken wollen, saßen die Team-Member von MBL und DZ Legends am Donnerstagabend ganz gemütlich beisammen. Bei Bier und Popcorn plauderte man locker lässig über die Liga und analysierte natürlich die Halbfinal-Partien. Das Finale war so zu erwarten, sagt DZ Legends Profi Eni aka XoYnUzi: „Ja auf jeden Fall. Wir sind Rivalen, sage ich mal. Im letzten Ligaspiel haben wir best-of-3 gegen sie gewonnen, dann haben wir vergangene Woche gegen sie verloren. Und jetzt werden wir sehen, wer das beste Team in Österreich ist. Mal schauen!“

LoL eSports Finale Eni

Eni aka XoYnUzi glubt fest an den Sieg seiner DZ Legends

MBL in Höchstform, aber nicht fehlerfrei

Einige in der österreichischen League of Legends Szene favorisieren MBL. Das Team hat in den letzten Wochen massiv zugelegt, zuletzt hat MBL die ACC Masters in Wels gewonnen. Das Halbfinalspiel gegen Tick Trick & Duck war aber nicht perfekt. Dennoch: Beim LoL eSports Finale wird alles gut, glaubt Tobias „Dreamer Ace“ Schreckeneder. Er ist Supp bei MBL und auch zum eSportler des Monats nominiert worden. Im Interview mit eSports.at sagt er: „Ich glaube, dass wir uns stark verbessert haben. Und wir haben uns besser kennen gelernt. Jetzt, wo wir alle in Wien sind, sehen wir uns öfter und dadurch lernst du jeden besser kennen. Und da gewinnst du auch leichter!“

Die einzige Kommunikations-Hürde, die es im Team von MBL gibt, ist die zwischen Österreich und Deutschland. Jungler Muhammed „Agurin“ Kocak kommt nämlich aus Hamburg und hat noch seine Schwierigkeiten mit ur-österreichischen Ausdrücken wie „Häusl“ (Toilette) oder „Stiegen“ (Treppen). Im Game-Modus aber kein Problem, da sind Häusl und Stiegen sowieso Tabu. Überhaupt fühlt sich Agurin wohl in der österreichischen eSports League: „Es ist halt viel familiärer als in Deutschland. Aber ich würde mir wünschen, dass es mehr Fans gibt, die zu den Events kommen. Weil die Hallen waren jetzt nicht alle voll. Aber von der Organisation her ist es immer nice.“

LoL eSports Finale Dreamer Ace

MBL Supp Tobias „Dreamer Ace“ Schreckeneder, auch als eSportler des Monats nominiert!

DZ Legends brennt auf Liga-Sieg

„Wir werden gewinnen!“, ist sich Andreas „Elijha“ Brandl, der Supp von DZ Legends sicher, „für uns spricht auf jeden Fall Einiges. Ich glaube, es wird ein 2:0!“ Die letzten Wochen waren für sein Team aber nicht leicht. Es gab ein Auf und Ab, noch dazu musste ADC Julian „Crytek“ Reinhardt DZ Legends verlassen. Er hält aber nach wie vor zu seinen Ex-Teamkollegen und glaubt fest an den Sieg: „Da wir auf einem anderen Patch spielen und dieser Patch MBL sehr schaden wird, weil einfach die Spieler ihre besten Picks vielleicht gar nicht mehr spielen können, würde ich sagen, dass DZ 2:1 gewinnen wird!“

LoL eSports Finale Elijah

Elijah aka Andreas Brandl, DZ Legends Supp.

Wie auch immer das LoL eSports Finale der A1 eSports League Austria ausgeht: Nach dem Spiel sitzen sicherlich wieder alle bei Bier und Popcorn beisammen. Und auch wir von eSports.at werden für euch dabei sein! 🙂

 

Weitere Bilder vom Treffen der A1 eSports League Spieler:

Countdown zum A1 eSports League Finale!

Absolute eSports-Top Spannung gibt’s Donnerstag und Freitag beim 4Game Changers Festival in der Wiener Marx Halle. Die A1 eSports League Austria geht mit den Finalspielen in Project Cars 2 und League of Legends zu Ende. Vor allem die LoL Community brennt auf die Spiele. Wir haben mit den Halbfinal-Teams über das A1 eSports League Finale gesprochen.

Schon am Donnerstag steigen die beiden Semi-Final-Matches in League of Legends. DZ Legends muss gegen die Playing Ducks ran, im zweiten Match kämpfen MBL und Tick Trick & Duck gegeneinander.  Die beiden Winner bestreiten dann das Finale am Freitag auf der großen Main Stage.

DZ Legends womöglich gegen Angstgegner MBL

Leicht wird’s nicht, weiß Andreas „elijah“ Brandl von DZ Legends: „Wird auf jeden Fall sehr schwer, sollte aber machbar sein. Unser Ziel muss der erste Platz sein. Vor allem in den letzten Wochen haben wir mehr trainiert als sonst. Vor allem nachdem uns die letzte Woche gezeigt hat, dass wir uns für die Comic Con und vor allem MBL, einfach nicht genügend beziehungsweise einfach falsch vorbereitet haben.“

Doch bevor sie überhaupt einmal auf Angstgegner MBL treffen können, müssen DZ Legends die Playing Ducks eliminieren. Die haben vor allem mit ihrem starken individuellen Gameplay zuletzt von sich reden gemacht und könnten noch zum gefährlichen Stolperstein werden. „Ich denke schlussendlich werden die Drafts ausschlaggebend sein“, meint Andreas,  „auch in den vergangenen Duellen, zwischen uns und etwa MBL in der A1 Liga und eben vergangene Woche auf der Comic Con haben sie alles entschieden.“

A1 eSports League Finale Andreas Brandl

Andreas „elijah“ Brandl von DZ Legends. (Foto: Area52)

MBL nach Austria Comic Con mit Mega-Selbstvertrauen

Andi aka „elijah“ hat den sensationellen Sieg von MBL beim ACC Masters in Wels schon angesprochen. (Wir haben über die Austria Comic Con berichtet.) Dieser hat den schwarzen Löwen mächtig Selbstvertrauen gegeben, wie Co-Coach Schayan Zandi im Interview mit eSports.at demonstriert: „Wir denken, wir haben gute Chancen, das Turnier für uns zu entscheiden, da wir es letztendlich auch gegen DZ noch geschafft haben, dominant zu gewinnen auf der Austria Comic Con. Natürlich nehmen wir keinen Gegner auf die leichte Schulter.“ Und so wird bis zum Finale noch fleißig gescrimmt, es werden Replays analysiert und Mentalübungen gemacht.

Tick Trick & Duck in der Underdog-Rolle

Das Team Tick Trick & Duck sieht sich selbst in der Außenseiter-Rolle. Aber die Erfahrung hat uns schon so oft gelehrt, dass gerade Underdogs oft für Überraschungen gut sind! Die Vorbereitung auf das A1 eSports League Finale stimmt auf jeden Fall, meint Philipp Kurtschack von Tick Trick & Duck: „Seit einer Woche beschäftigen wir uns mit unseren Finalgegnern und bereiten uns hauptsächlich damit vor. Nach unserem schlechten Ergebnis in der Gruppenphase hatte eigentlich jeder in unserem Team bereits mit dem Turnier abgeschlossen. Alles was zusätzlich noch kommt ist Bonusmaterial!“

A1 eSports League Finale MBL

MBL hat das ACC Masters gewonnen und greift jetzt auch im A1 eSports League Finale an (Bild: MBL, Facebook)

Sieger ist eSports!

Wie auch immer die Finalspiele ausgehen – zweiter Hauptsieger neben dem Winner des A1 eSports League Finale ist der eSport. Denn der hat in den letzten Monaten einen Mega-Boost erlebt, ist sich Manuel Haselberger vom ESVÖ (eSports Verband Österreich) sicher: „Es ist eine neue Seriosität dazu gekommen durch die eSports League. Das hat man schon sehr gut sehen können. Es war schon beeindruckend!“ Und auch das allgemeine Interesse ist nahezu explodiert. Nicht nur bei eSports-Fans, sondern auch bei Wirtschaftstreibenden, sagt Manuel im Gespräch mit eSports.at: „Ich weiß, dass aus wirtschaftlicher Sicht auch ein sehr großes Interesse besteht. Das 4Game Changers Festival ist ja auch für solche Entscheidungsträger gemacht. Und da passt eSports auch gut hinein!“

Auch Liga-Leiterin Irina Kuntze hat viel frischen Wind gespürt: „Aus unserer Sicht ist die League sehr gut gelaufen. Wir haben super Feedback bekommen. Die acht Teams, die wir haben, haben große Fortschritte in der Community gehabt. Wir freuen uns sehr auf die Semifinals und die Finals.“ Und auch der Szene, sowie der Wirtschaft tut die A1 eSports League ihrer Meinung nach sehr gut: „Wir haben generell mit der Liga schöne Partnerschaften geschafft – da gab es tolle Unterstützung von den Partnern. Das tut der österreichischen Szene gut, wenn da noch mehrere Firmen darüber berichten.“ Ein Gewinn ist’s auch für die Sieger der Finalspiele: Es geht nämlich um Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro.

A1 eSports Finale Plan

Semifinalspiele und Finale beim 4Game Changers Festival (Grafik: A1 eSports League Austria, Facebook)

[Credits Titelbild: 4Game Changers, Facebook]

 

Neue eSportler Wahl – wer wird eSportler des Monats?

Los geht’s mit der neuen eSportler Wahl! Einiges ist neu beim eSportler des Monats April, zum Beispiel die zusätzlichen Jurymitglieder. Diese haben aus allen Bewerbern und Vorschlägen der Community die Nominees ausgewählt. Das Voting geht diesmal bis zum 1. Mai, danach geben wir den Sieger bekannt. Und hier sind die drei Nominees, auf die sich die Jury einigen konnte!

Mirza Jahic

Mirza Jahic eSportler Wahl

Wie einst Peter Stöger schaffte es Mirza Jahic auch zum legendären 1. FC Köln. Allerdings in der Virtuellen Bundesliga (VBL). 2014 hat der Mistelbacher mit bosnischen Wurzeln die VBL gewonnen, seither ist er in der Szene eine lebende Legende! SK Gaming hat den mehrfachen österreichischen und deutschen Meister unter Vertrag genommen. Neben seiner aktiven eSportler-Karriere macht er auch auf Twitch und Youtube Furore. Auf beiden Channels folgen mehr als 100.000 eSports-Fans seinen Tipps, wie man besserer FIFA Spieler werden kann!

Besuche Mirza auf Facebook oder Twitch!

 

Tobias „Dreamer Ace“ Schreckeneder

Tobias Schreckeneder eSportler Wahl

Tobias erlebt aktuell einen ziemlichen Höhenflug. Bei der Austrian Comic Con in Wels hat er mit seinem Team MBL erst vor Kurzem das LoL Turnier gewonnen. Außerdem ist er als Supp bei MBL in der A1 eSports League vertreten. Dazu kommt noch die Top-Platzierung 78 mit 600LP in Challenger. Angefangen hat alles vor vier Jahren, als Tobias nur mal kurz mit seinem Cousin gezockt hat. Seither geht es stetig nach oben. Um irgendwann als Pro-Player in der LCS zu landen, trainiert Tobias bis zu acht Stunden (oder mehr) täglich.

Besuche Tobias auf Facebook!

 

Benjamin “Benji_Austria” Zidej  

Benjamin Zidej eSportler Wahl

Benji ist mit Sicherheit einer jener österreichischen eSportler, die es in den nächsten Monaten und Jahren ganz nach oben schaffen können. Der Kärntner ist professioneller FIFA Player und wird von BAP Gaming gemanagt. Und er hat schon Einiges erlebt: für Red Bull Salzburg in der eBundesliga angetreten, bei der ESL Meisterschaft dabei gewesen und zuletzt beim FUT Champions Cup in Manchester mitgespielt. Außerdem schaffte es Benji Ende Jänner als einziger Österreicher auf der PS4 zum FUT Champions Cup in Barcelona. Vor Kurzem ist er als einziger Österreicher auf der PS4 unter die Top 64 der Welt gekommen!

Besuche Benjamin auf Facebook!

 

Wer ist dein eSportler des Monats?

  • Mirza Jahic (88%, 3.335 Votes)
  • Benjamin Zidej (8%, 314 Votes)
  • Tobias Schreckeneder (4%, 142 Votes)
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Die Jury der eSportler Wahl

Ein großes Dankeschön geht an unsere Fachjury, die wir euch hier auch kurz vorstellen möchten:

Gabriel „A schene Leich“ Schwarzinger

Gabriel "A schene Leich" Schwarzinger

Gabriel ist seit fünf Jahren in der eSports-Szene aktiv. Er ist als PR & Social Media Manager bei Austrian Force eSports aus der Szene nicht mehr wegzudenken. Außerdem ist Gabriel Gründungsmitglied der „IG ESports Österreich“. Mit dieser organisationsübergreifenden Plattform versucht er, die Entwicklung des eSports in Österreich zu fördern und die AkteurInnen untereinander zu vernetzen. Seine Anfänge bestritt Gabriel als Caster der Austrian Masters in League of Legends und Hearthstone. Danach konzentrierte er sich mehr auf die Organisation von Events und Turnieren.

 

Manuel Haselberger, ESVÖ

Manuel Haselberger

Ihn kennt man in der eSports-Szene als offizielles Gesicht des ESVÖ (eSport Verband Österreich). Seit 2014 leitet der 25Jährige aus Tulln in Niederösterreich die Geschicke im Resort für Community Management und Press-Relations. Erste Berührungspunkte mit der Szene hatte er während des Studiums, als er die Organisation „Bar of Legends Vienna“ gründete und eSport Public Viewings veranstaltete. Manuel ist auch an der Ausrichtung zahlreicher eSports Events maßgeblich beteiligt, darunter die Wiener Game City oder die A1 eSports League Austria.

 

Alexander „kakafu“ Szymanczyk

Alexander „kakafu“ Szymanczyk

Special Thanks auch an CS:GO Legende „kakafu“! Er kennt die österreichische eSports-Szene wie seine Hosentasche und hat ebenfalls bei der Auswahl der Nominees geholfen. Alexander gewann als aktiver eSportler unter anderem die ESL Sommermeisterschaft 2016 in Köln. Als Coach hat er aktuell einen Profi-Trainervertrag beim deutschen CS:GO Team BIG. Und auch das österreichische CS:GO Nationalteam trainiert unter Kakafu.

 

Mission LAN Party – die JKU Experten im Interview

LAN Partys sind aus dem Gamer-Leben einfach nicht wegzudenken. Auch bei uns in Österreich stehen in den nächsten Wochen und Monaten wieder einige LANs an. Etwa die Headshot LAN#45 in St. Johann in Tirol oder die Frag House LAN 2018, beide zu finden im eSports Eventkalender. Ganz zu schweigen von den vielen privaten LAN Partys in den eigenen vier Wänden. Wie viel technisch und organisatorisch an einer LAN Party hängt, haben wir mit den Profis von der Linzer Johannes Kepler Universität diskutiert. Video-Interview inklusive!

Österreich ist in Sachen LAN Partys ein Zwergenland. Zumindest, was die Teilnehmerzahlen betrifft. Von einer DreamHack in Schweden mit unglaublichen 10.455 angeschlossenen Computern sind wir Lichtjahre entfernt. Dennoch gibt es viele wirklich top professionell organisierte LANs, darunter etwa die JKU LAN in Linz. Mit 500 PC Plätzen war sie im November die größte derartige Veranstaltung in Österreich seit Jahren. Wie so oft haben die Veranstalter einen wissenschaftlichen Background – sie alle kommen von der Johannes Kepler Universität. Und im Interview demonstrierten sie uns, wie viel Know How und Organisationstalent tatsächlich hinter einer LAN Party steckt.

Klare Aufgabenteilung führt zum Erfolg

Erfolgsgeheimnis Nummer eins klingt ganz unspektakulär. Ohne klare Kompetenzverteilung geht es einfach nicht. Im Fall der JKU LAN sieht das folgendermaßen aus: Tobias Höller fungiert als Netzwerk-Zauberer, sein Kollege Alexander Woike zeichnet für den Bereich Strom verantwortlich und Matthias Holzinger schupft die Koordination und Organisation. Das ist aber nur die Speerspitze, denn insgesamt arbeiten beim Aufbau einer JKU LAN bis zu 30 Leute mit!

LAN PARTY JKU LAN 1

Organisieren die JKU LAN: Tobias Höller, Matthias Holzinger, Alexander Woike (von links nach rechts)

Hohe Ansprüche bei Spielern und Technikern!

Tobias Höller genießt in seinem Freundeskreis den Spitznamen „Netzwerk-Zauberer“. Und dem muss er bei jedem LAN-Event auch gerecht werden, denn die Ansprüche sind nervenaufreibend hoch. Aber sie sind auch berechtigt, weiß Tobias: „Insbesondere, was Latenz und so betrifft, sind die Spieler sehr empfindlich. Und sobald da irgendwas nicht ganz so passt, wie sie sich’s wünschen, kommen sofort die Beschwerden. Und auf einer Veranstaltung, wo 400 bis 500 Gäste sind, muss man damit rechnen, dass dann 150 Leute da stehen und sich beschweren: ‚Internet geht nicht!‘“

„Geht nicht“ gibt’s nicht!

Damit es gar nicht erst so weit kommt, führen die JKU Boys vor jeder LAN Party umfassende Tests im Labor durch. „In der Vorbereitung ist es meist so, dass man zwar nicht mit voller Last testen kann, aber man kann das künstlich limitieren“, erklärt Tobias, „das heißt: Normalerweise hat ein Netzwerkkabel ein Gigabit Übertragungsrate, aber man kann sehr leicht sagen: Okay, ich reglementiere das jetzt auf ein Megabit runter, habe damit nur ein Tausendstel von der Übertragungsrate und kann damit immer noch so tun, als wenn mein Netzwerk jetzt überlastet wäre. Und damit kann ich gut simulieren, wie ich in so einem Ernstfall das Problem wieder in den Griff kriege.“ Doch damit nicht genug: Viel heikler als die Netzwerk-Thematik ist nämlich das Thema Strom!

Kilometerlanges Kabel Wirr-Warr

Das Know How und die Logistik dahinter kommt von Alexander Woike: „Wir sprechen da von etwa fünf Kilometern Starkstromverkabelung, etwa 300 Dreierverteilern und diversen Verlängerungen. Und wir haben derzeit etwa vier Kilometer an Netzwerkverkabelung am Start.“ Soweit die Dimensionen für eine LAN mit 500 Teilnehmern wie in Linz. Der Aufwand für eine DreamHack liegt da noch einmal um ein Zigfaches höher! Die heikelste aller Herausforderungen auf LAN Partys ist allerdings die Nennleistung, sagt Alexander im Interview mit eSports.at: „Die Nennleistung ist das wirklich Tragische. Wir haben Nennleistung 1.000 Ampere, das heißt, das ist gerechnet auf im Durchschnitt 500 Watt-Geräte. 1.000 Ampere ist wesentlich mehr als der durchschnittliche Hausanschluss hat. Und sogar die Universität hat da kurzfristig einmal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gesagt: ‚Uh, da werden wir ein Problem haben!‘ Schlussendlich haben wir dann drei Gebäude angezapft und den Strom aus der gesamten Uni herangezogen. An diesem Wochenende ist der Strom niemandem abgegangen.“

Unis oder HTLs als ideale Infrastruktur-Geber

Auffällig ist, dass viele LAN Partys im Umfeld von Universitäten oder HTLs stattfinden. Klar! Dort gibt es jede Menge Know How und Equipment. Doch es geht auch ohne, weiß JKU Organisations-Talent Matthias Holzinger: „Es geht definitiv. Es gibt auch einiges an sehr alten LAN Vereinen in Österreich, die das lange schon machen und keinen Uni-Background haben. Bei uns ist der Background durch die Universität gekommen, wir sind aber ein ganz junger Verein.“ Übrigens: die nächste JKU LAN in Linz gibt es im Frühjahr, so viel konnte uns Matthias schon verraten: „Genaues Datum haben wir noch nicht. Aber wir sind fleißig am Planen.“

LAN PARTY JKU LAN

„Ohne Teamwork keine LAN Party!“ Das gilt auch beim JKU LAN in Linz kommendes Frühjahr.

Mini LAN PARTY für zu Hause

Wer nicht mehr bis zur nächsten JKU LAN im Frühjahr warten will, kann ja seine eigene LAN Party zu Hause schmeißen. Das ist keine große Hexerei, sagt Netzwerk-Zauberer Tobias: „In dem Fall ist beim Netzwerk auf wenig zu achten. Da muss man halt einen Netzwerk-Switch haben, der genug Steckplätze hat, damit man alle Leute anstecken kann. Aufpassen muss man aber, wenn man’s über WLAN probiert. WLAN wird zwar immer besser, aber bei zu vielen Leuten bekommt man da schnell Probleme. Aber wenn man einen Switch mit genügend Plätzen hat, hat man mit bis zu 16 Leuten überhaupt kein Problem! Das wird sicher funktionieren.“ Doch auch zu Haus geht das Licht leicht aus: denn wer zu viele PCs an einen Stromkreis hängt, sitzt schnell mal im Dunkeln. Also Schaltpläne studieren oder den einen oder anderen Stromfresser abstecken, ist bestimmt kein Fehler.

Trotz bester Vorbereitung: Absolute Sicherheit gibt’s nie!

Ganz egal, ob zu Hause mit Freunden oder bei einer großen LAN Party: hundertprozentig sicher sein darf man sich nie. Dafür spielen bei LANs einfach zu viele Variablen mit. IT-Experte Tobias bringt es auf den Punkt: „Die Schwierigkeit ist, dass auf der LAN Party lauter Leute mit eigenen Computern kommen. Das heißt, man muss damit rechnen: Was auch immer diese PCs machen, muss man unterstützen. Und viele Computerspiele verhalten sich nicht unbedingt so, wie sich alles andere in einem Netzwerk verhält.“ Das Mittel zum Erfolg: Eigenkreationen und Hacks bauen, damit das Netzwerk stabil bleibt. Aber das kann dann eben wieder nur ein Netzwerk-Zauberer. 🙂

 

eSportler des Monats April: Tagging Time!

Neuer Monat, neuer Modus. In der dritten Runde der eSportler-Wahl ist so Manches neu. Auf Wunsch vieler eSportler und eSports-Fans bauen wir die Gewichtung der Jury aus. Ab sofort nominiert ein Gremium aus FachexpertInnen die KandidatInnen. Die Community bleibt aber das Zünglein an der Waage. Denn ihr schlagt euren Lieblings eSportler des Monats April vor oder bewerbt euch. Und auch die Wahl bleibt fest in der Hand der Community!

Nominierung durch die Fachjury

Neu ist ab der dritten Ausgabe der Wahl zum eSportler des Monats, dass es eine erweiterte Jury gibt. Diese besteht aus Kennern der österreichischen Szene, vom eSports Manager über den Verbandsfunktionär bis hin zum langjährigen Vereinsmitglied. Wer konkret die Jurymitglieder sind, werden wir in den nächsten Tagen offiziell announcen. Eines ist auf jeden Fall gewiss: Jeder einzelne Jury-Member verpflichtet sich dazu, unabhängige und sachliche Entscheidungen zu treffen.  Aus allen KandidatInnen nominieren die ExpertInnen die FinalistInnen für das Voting. Oberste Regel während des gesamten Votings: Fairness und Sportlichkeit!

It’s Tagging Time!

Neu ist auch, dass ihr eure WunschkandidatInnen ab sofort markieren könnt. Und das geht ganz einfach: Ihr postet den Namen unter unseren Facebook-Post zur Wahl zum eSportler des Monats April. Ist die markierte Person einverstanden, melden wir sie gerne zum Voting an. Die Wahl zum eSportler des Monats ist und bleibt aufgrund des großen Erfolgs ein Award mit starker Community-Komponente. Ganz unter dem Motto „Stronger together“ setzen wir auf euch! Denn nur so haben alle dieselben Chancen, entdeckt und getaggt zu werden! Pro-GamerInnen ebenso wie AmateurInnen. Auch der Wahlmodus ist schnell erklärt: die  jeweiligen Nominees findet ihr wieder auf eSports.at. Via Online-Voting könnt ihr Stimmen für eure FavoritInnen abgeben.

In diesem Sinne: Möge der oder die Beste gewinnen. Jetzt bewerben oder auf Facebook markieren!

Das Voting startet dann Ende des Monats.

Werde E-Sportler des Monats!