Österreichs Fenster in die eSports Welt

Archive for Mai, 2018

Neue Liga: Rocket League Teams in Österreich gesucht!

Nur noch wenige Tage, dann startet die neue Rocket League Liga von Decamp Gaming. Start der Qualifier ist schon am 2. Juni, die Anmeldefrist läuft am Tag davor ab. Dass Rocket League hierzulande unheimlich viele Fans hat, ist unbestritten. Für viele Einzelspieler heißt es aber: Rocket League Teams in Österreich gesucht! Und genau in diesem Punkt kommt die neue Liga den eSportlern entgegen: denn es handelt sich um einen reinen Online-Modus.

Decamp Gaming mit reichlich Erfahrung

Liga-Veranstalter Stephan Tschany und David Pan kennen sich aus in der Szene. Sie sind Rocket League Fans aus tiefster Leidenschaft. So sehr sogar, dass sie die Community jeden zweiten Mittwoch ins Wiener Respawn zum Rocket League Turnier rufen. Offline-Erfahrung haben sie also genug und auch online haben die beiden Wiener einiges in der Pipeline. Ihr Startup „Decamp Gaming“ präsentiert sich mit professioneller Community-Website und einem attraktiven Online-Turnier-Offer!

Rocket League Teams in Österreich Decamp Gaming

David Pan (rechts) und Stephan Tschany (zweiter von rechts) mit dem Decamp Team

Rocket League Liga immer am Samstag

Bis Ende Juli werden die Samstage so richtig bombastisch, denn da matchen sich die besten und motiviertesten Rocket League Teams in Österreich um den Meistertitel. Auch das eine oder andere deutsche Team wird mit dabei sein. Die Liga von Decamp Gaming ist für maximal 32 Teams konzipiert, wenige Plätze sind noch frei. Daher der Call to Action: Meldet euch jetzt noch schnell an!

Offline teils Mangelware: Rocket League Teams in Österreich

Der Online-Modus der neuen Liga kommt der Community stark entgegen. Denn bei den Offline-Events im Respawn müssen immer wieder Spieler passen, weil sie oft eine zu lange Anfahrt aus den Bundesländern hätten. Oft finden Gamer, die sich online gut verstehen, im real life auch einfach nicht zusammen, weil sie entweder über ganz Österreich verstreut sind, einfach kein Auto haben oder sonst irgendein anderer Stein im Weg liegt.

Daher nutzt die Chance! Online finden sich genügend Rocket League Teams in Österreich, die sich matchen können.

Rocket League Teams in Österreich Respawn

Noch bis 1. Juni anmelden für die Rocket League Liga!

Spielmodus: vierwöchige Quali, dann Playoffs

Gestartet wird am 2. Juni mit den Qualis. Im Endeffekt bleiben acht Teams übrige, die sich in einer Gruppenphase das Preisgeld ausspielen. Und das beträgt insgesamt 400 Euro. 250 Euro davon gibt es für den ersten Platz. Halbfinale und Finale steigen übrigens am 28. Juli.

Weitere Infos zu Decamp Gaming:

Anmeldung via Website  |  Twitch  |  Facebook

 

Alles für die Austria: David ,,DaaveKl“ Klapil im Interview

David „DaaveKl“ Klapil ist einer der erfolgreichsten FIFA-Profis Österreichs. Er würgt für die Wiener Austria den Playstation Controller, und das ziemlich erfolgreich! eSports.at hat den Profi in der neuen Generali Arena getroffen und sich spannende Einblicke in seine Karriere geholt.

Beim FK Austria Wien weht ein neuer Wind: Der Traditionsverein baut sich einen neuen Fußball-Tempel, der schon am 13. Juli mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund eingeweiht wird. Eine große Rolle im neuen Konzept der Veilchen spielt der eSport: In der neuen Generali Arena befindet sich sogar ein eigener Gaming Room im Look and Feel einer Kommentatoren-Kabine. Von dort aus genießt der violette FIFA Profi David Klapil den besten Blick auf den Rasen. Unser Interview musste wegen der Bauarbeiten aber in einem Büro stattfinden, weil die Techniker den Gaming Room kurzfristig für Installationsarbeiten sperren mussten.

„War immer Austrianer!“

Dass er als FIFA Spieler ausgerechnet am Verteilerkreis bei den Veilchen landete, ist für den 25Jährigen nicht verwunderlich: „Ich war immer Austrianer. Mein erstes Match im Stadion war 2003 gegen Olympique Marseille in der Champions League Quali, das war im Happel Stadion damals.“ Die Fußballbegeisterung erbte er auch von seiner Familie, denn viele Verwandte sind im Profi-Fußball tätig, sei es als Spieler oder Berater. Dazu kommt, dass der eSportler mit einigen bekannten Kickern die Schulbank gedrückt hat: „Ich war mit diesem ganzen Alaba-Jahrgang in der Volksschule. Also David Alaba, Christoph Knasmüller, Alexander Aschauer – wir waren alle gemeinsam in der Schule. Auch ein paar, die jetzt bei der Austria spielen. Da haben wir nach der Schule immer Fußball gespielt.“

David "DaaveKl" Klapil Tribüne

David „DaaveKl“ Klapil war mit David Alaba in der Schule!

FIFA-Laufbahn begann mit sechs Jahren

Das erste FIFA Spiel zockte David Klapil 1998, also im zarten Alter von sechs Jahren. Danach folgte ein Ausflug zu Call of Duty: „Viele FIFA Profis kommen von COD, das ist gar nicht so ungewöhnlich“, meint Dave im Interview. 2014 tauschte er dann aber die Waffen endgültig gegen das virtuelle runde Leder ein und konzentrierte sich Vollgas auf FIFA. Es folgten die ersten Turniere, wenn auch der Erfolg ein bisschen auf sich warten ließ: „Mein Mentor ist ein Deutscher. Mit dem habe ich immer viel gespielt, dann war ich in Zürich auf einem Turnier, da bin ich sehr früh ausgeschieden. Dann waren wir in Stuttgart auf einem Turnier, da ging‘s dann gut! Und ich habe gesehen, dass da was geht!“

Der entscheidende Punkt passierte letztendlich gar nicht in Österreich, sondern im Heimatland seiner Mutter, wie uns der 25Jährige schildert: „Meine Mutter kommt aus Polen und da gibt’s in der zweiten Bundesliga einen Verein. Die machen einmal im Jahr ein FIFA Turnier, wo auch die Profis aus Polen mitspielen und das habe ich zwei Mal hintereinander gewonnen und dann habe ich gesagt: ‚Vielleicht probier ich’s mal und es lief ganz okay!‘“ Es läuft immer noch ganz okay, wie die Statistiken zeigen: Sieg beim ESL GAMESCOM FIFA Turnier 2017, erfolgreiche Titelverteidigung beim Motor Lublin Event in Polen und so ganz nebenbei ein Profivertrag bei einem der größten österreichischen Bundesliga-Vereine, der Austria. Damit darf der FIFA-Profi zufrieden sein: „Es fühlt sich immer noch ein bisschen neu an, obwohl es eh schon ein Dreivierteljahr ist, dass ich damit richtig Geld verdiene.“

„No risk, no fun!“

Doch wie so oft im Leben, kam auch diese Erfolgsgeschichte nicht aus heiterem Himmel. David Klapil setzte sein gesamtes Erspartes aufs Spiel, wie er im Interview mit eSports.at verrät: „Ich hab in einem Jahr 10.000 Euro investiert, nur um eSportler zu werden. Vorher war ich Buchhalter, davor Leistungssportler im Triathlon und Tennis. Ich hab es mit dem eSports einfach probiert!“ Und der Plan ging voll auf. Deshalb Daves Tipp an alle, die es wirklich ernst meinen: „Investier ein Jahr selber Geld und dann wirst du eh sehen, was passiert!“

David "DaaveKl" Klapil Rasen

„Austrianer mit Leib und Seele“ – David „DaaveKl“ Klapil im neuen Stadion

Der Influencer „DaaveKl“

Mittlerweile kann der 25Jährige von seinem Gehalt bei der Wiener Austria ganz gut leben. Zusätzlich kommen immer wieder Anfragen von Agenturen und Unternehmen herein, die vor allem auf eines abzielen: Influencer Marketing. „Ich war bei einem Netzwerk unter Vertrag und habe dadurch Werbedeals bekommen“, schildert Dave, „unter anderem mit Soda Stream oder mit Coca Cola. Ich mache das meistens über Instagram Fotos!“ Gefragt ist der FIFA Pro auch, wenn es um Coaching oder Auftritte bei Events geht: „Wir machen viel mit T-Mobile und haben vor, jetzt auch mit anderen Firmen Kooperationen einzugehen. Einige wollen zum Beispiel was im Bereich Coaching machen. Und wir haben derzeit einen starken Medienrummel.“ Am 3. Juni zum Beispiel wird David aus einer großen österreichischen Tageszeitung lachen. Aus welcher? Das bleibt vorerst noch geheim.

David „DaaveKl“ Klapil an die Gesellschaft

Es läuft also im Leben von David „DaaveKl“ Klapil – aber dennoch: vieles läuft noch sehr unrund in Österreich. Vor allem, wenn es um das Thema Akzeptanz geht, hat unser Land noch gewaltigen Aufholbedarf: „Ich würde mir wünschen, dass ich als eSportler einfach akzeptiert werde“, klagt Dave, „oft, wenn ich irgendwo unterwegs bin und die Leute mich nach dem Beruf fragen, sage ich: ‚FIFA spielen.‘ Und dann kommt oft: ‚Poa, du schaust ja gar nicht so aus wie 130 Kilo und Pickelgesicht!‘ und so weiter… Also das ist so der erste Satz, den ich jedes Mal zu hören bekomme!“

Bremser sind aber hierzulande nicht nur viele Neider und Hater. Auch die Infrastruktur mutet zuweilen noch steinzeitlich an, meint der 25Jährige: „In Amerika gibt’s ein eSports Stipendium! Und davon sind wir  in Österreich weit entfernt!“ Zumindest kann David „DaaveKl“ Klapil selbst etwas tun, um den eSports in Österreich zu pushen. Und so bietet er Coachings an. Der Weg zu ihm ist ganz easy: „Einfach anschreiben auf Twitter! Da bin ich am meisten aktiv.“

 

 

ROAD TO ESF19 GEHT LOS!

Ziemlich genau zwei Monate nach dem Wiener eSports Festival im Hallmann Dome startet diese Woche ROAD TO ESF19. Die ESF-Veranstalter ziehen mit einer Roadshow durch die Lande, die auf lokale LANs setzt. Erste Station ist die LOG LAN in Kapfenberg in der Steiermark.

Das Konzept schließt direkt an das Electronic Sports Festival, kurz ESF, an. Und das nicht ohne Hintergedanken, denn ROAD TO ESF19 soll direkt zum nächstjährigen eSports Festival hinführen. Ein eSports Roadtrip mit einem klar definierten Ziel, wenn man so will. Und ein weiteres Highlight im eSports Eventkalender!

ROAD TO ESF19 als Kooperation mit Community

Das Motto lautet auch in Kapfenberg wieder “Stronger Together”. Und was dabei herauskommt, ist eine Win-Win-Situation: Die Organisatoren von DocLX und Diamir Holding können auf das Know How der eSports Community zählen. Die Veranstalter der LOG LAN nutzen im Gegenzug die professionelle Infrastruktur, die sich das ESF-Team rund um Lorenz Edtmayer und Thomas Kroupa im Eventbereich aufgebaut hat. Medienarbeit, Eventtechnik und Sponsoren-Netzwerke sind da nur die absolute Speerspitze im Gesamtpaket.

Road to ESF19 2

Road to ESF19 als Roadtrip zum nächstjährigen eSports Festival

LOG LAN Veranstalter erwarten Hunderte Teilnehmer

In Kapfenberg rauchen schon die Köpfe, denn die IT Techniker tüfteln bereits seit Wochen am Netzwerk. Erwartet werden an die 300 Teilnehmer – eine Größenordnung, die für das Team mit jahrelanger Erfahrung kein Problem ist. Dennoch: ein bisschen Nervosität ist bei einer LAN trotzdem immer irgendwie dabei. Veranstaltungsort ist das örtliche Sportzentrum, gezockt wird über das gesamte Fronleichnams-Wochenende.

Klassiker als Main-Games

Bei den Main Turnieren setzt die LOG LAN auf bewährte Burner:

  • Counter-Strike: Global Offensive – 5on5
  • League of Legends – 5on5
  • Overwatch – 6on6
  • Hearthstone – 1on1
  • Rocket League – 3on3
  • StarCraft 2 – 1on1
Road to ESF19 3

Road to ESF19 macht Station in Kapfenberg: 300 Teilnehmer erwartet!

Zudem erweitern sechs Fun-Turniere das LAN-Programm. Dazu zählen Call of Duty, Blobby Volley 2, FIFA 18, Warcraft 3, sowie Heroes of the Storm und Quake 3. Alle Infos zur Anmeldung und Organisation findet ihr auf der Website der LOG LAN sowie auf der Website von ROAD TO ESF19!

 

 

GameKing Raffael Iciren im Interview

eSports.at machte diese Woche einen Ausflug ins Grüne. Unser Weg führte nach Oberwölbling in Niederösterreich, ganz in der Nähe von Herzogenburg. Dort trafen wir „GameKing“ Raffael Iciren, seines Zeichens Profi in Hearthstone und Gwent. Nach dem Weltmeistertitel in Hearthstone 2016 greift er nun nach den Gwent-World-Masters.

Raffael Iciren sieht seinem Zwillingsbruder Lukas täuschend ähnlich. Verwechslungen stehen an der Tagesordnung, wir konnten den GameKing aber leicht identifizieren. Der Trick: Raffael erschien zum Interview glatt rasiert wie ein Delfin, sein Zwillingsbruder kreuzte mit Dreitagebart auf. Erster Eindruck von Game King: ein sympathischer, angenehmer und geerdeter Mensch!

GameKing Raffael Iciren mit seinem Zwillingsbruder

GameKing Raffael Iciren mit Zwillingsbruder Lukas

Ab in den Keller!

Dieser erste positive Eindruck verfestigte sich im Laufe des Interviews weiter. „Komm, ich zeig dir gleich den Keller!“, sagte Raffael gleich an seiner Eingangstür und wies uns mit einer einladenden Geste die Treppen hinunter. Und dort ist es: Sein Reich, in dem Gamer-Träume wahr werden! Alles begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Sammelkartenspiel Magic: The Gathering, erinnert sich Raffael: „Ein Freund hat mich hingewiesen auf Hearthstone, weil ich immer Magic gespielt habe.“ Und dann entwickelte sich alles scheinbar von selbst: „Von einem Tag auf den anderen bin ich auf einmal von Rang zehn auf Legende gekommen! Ich dachte mir: ‚Hey, was ist da los?‘ Dann ging es immer weiter nach oben, und plötzlich bin ich bei den ersten Turnieren gelandet.“

Erfolg kam völlig unerwartet über Nacht

Wann genau sich die ersten Erfolge einstellten, konnte GameKing spontan nicht sagen. Ein Blick in sein Smartphone gab dann aber Aufschluss über seine persönliche History: „Das war 2014. Da war ich auf einmal der Zehntbeste in Europa! Eigentlich wusste ich gar nicht, dass man damit Kohle verdienen kann. Davor wusste ich gar nicht, dass es eSports gibt. Das war wie ein Paradigmenwechsel.“ Für GameKing ging es Schlag auf Schlag. 2016 wurde er in Hearthstone IeSF World Champion, ein Jahr später wurde er Gwentslam 2 Champion und heimste sich allein dafür 5.675 Dollar ein! Seine zahlreichen Erfolge brachten ihm bisher an die 20.000 Dollar ein. „Es ist einfach passiert“, schildert Raffael bescheiden.

GameKing Raffael Iciren mit Pokal

Raffael mit seiner Gwentslam 2 Trophäe

Mit Hearthstone und Gwent um die halbe Welt

Der Erfolg hat einen weiteren netten Side-Effect. Denn Raffael hat mit seinen gerade erst 20 Jahren schon die halbe Welt gesehen, Jakarta und Istanbul sind nur zwei der zahlreichen Hotspots. „Ich war schon fast überall auf der Welt durch Gwent und durch Hearthstone“, schwärmt GameKing, „das ist halt cool, dass man da meistens nichts zahlen muss dafür!“ Eines der abgefahrensten Turniere ever war für ihn zweifelsohne Gwent Challenger 2: „Das ganze Turnier war in einem fetten Schloss in Polen. Da waren überall Ritter aufgestellt und es gab sogar einen Minnesänger!“ Das Video dazu zeigte uns der eSports Profi beim Interview voller Stolz.

GameKings Zocker-Rekord ist beinahe weltrekordverdächtig!

Auch wenn Raffael in seiner bescheidenen Art dazu neigt, tiefzustapeln – seine Skills und sein unheimliches Game Knowledge kommen nicht von ungefähr. Dahinter steckt jahrelanges Training! Die Eltern hatten dafür nicht immer vollstes Verständnis, sagt er im Interview mit eSports.at: „Die waren ein bisschen skeptisch. Sie haben auch öfter mal gesagt: ‚Spiel nicht nicht so lange und geh lieber raus!‘“ Wir konnten jedoch auch „GameKing Mum“ kennenlernen und uns davon überzeugen, wie stolz sie auf ihren Sohn ist!

Im Schnitt trainiert der Gwent- und Hearthstone Profi vier Stunden am Tag. Allerdings variieren die Übungszeiten, sagt Raffi: „Am Ende des Monats spiele ich halt länger, vielleicht zehn Stunden, weil am Ende des Monats zählt mein Rang.“ Und in der Freizeit, wenn er nicht Gwent und Hearthstone spielt? „Da spiele ich halt andere Spiele!“, lacht GameKing und meint damit League of Legends oder PUBG. Bei beiden verfolgt er allerdings einen reinen Fun-Ansatz.

GameKing Raffael Iciren mit Magic Karten

Alles begann mit Magic: The Gathering

Übrigens: Seinen persönlichen Trainingsmarathon-Rekord wollte uns der 20Jährige anfangs gar nicht verraten. Dann aber, nach unentwegtem und äußerst lästigem Nachbohren brach Raffael das Schweigen: „Mein Rekord… Soll ich’s sagen? Da wollte ich in Gwent in der Weltrangliste einfach nach oben. Da habe ich 36 Stunden am Stück durchgespielt!“ Und das fast komplett ohne Pausen: „Zwischendurch habe ich mir ein Butterbrot mit Honig gemacht. Das war’s!“

Gute Karten für die Zukunft

Für seine Zukunft hat Raffael im wahrsten Sinne des Wortes gute Karten. Die nächsten zehn Jahre will er fix im eSports verbringen: „Ich weiß, dass ich gut bin und wenn ich mich anstrenge, kann ich leicht Punkte einsammeln. Ich rechne damit, dass ich meinen Rang Nummer 5 zu achtzig Prozent halten kann. Ziel ist Rang 4 oder 5 zu halten und bei der WM dabei zu sein.“ Bei einem Sieg würden da immerhin 150.000 Dollar rausschauen! Und auch den Release von Kartenspiel-Newcomer Dota Artifact kann Raffael nicht mehr erwarten. Denn auch hier rechnet er sich große Chancen aus: „Ich habe das Gefühl, dass ich bei jedem Kartenspiel oben dabei bin. Ich weiß einfach, welches Deck gut ist, ich habe das Gefühl dafür.“

Und noch etwas steht bei GameKing auf dem Programm: Er will ins Streaming einsteigen. Equipment dafür hat er schon – neben Softboxen warten auch eine Cam und ein Green Screen darauf, endlich verwendet zu werden. Doch zuvor muss Raffi seinen inneren Schweinehund überwinden: „Ich kann mich noch nicht so durchringen. Ich denke mir, vielleicht lässt ja dann meine Leistung beim Spielen nach.“ Am besten, Raffael denkt noch einmal in Ruhe darüber nach! Vielleicht bei einem Butterbrot mit Honig 🙂

 

Kontakt zu GameKing:

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eSports in Graz – Gaming im Herzen der Steiermark

Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, hat mehr zu bieten als eine schöne Altstadt, den Schlossberg und den Uhrturm. Gaming ist in der steirischen Hauptstadt präsent – Graz hat das Potenzial, eine weitere Hochburg für eSports Events zu werden. In den letzten Jahren stieg nicht nur das Interesse an Gaming Events, sondern auch das Verlangen nach Public Viewings und Turnieren. Yvonne Scheer vom ESVÖ belegt eindrucksvoll, dass eSports in Graz angekommen ist!

Button Festival als Fixpunkt für eSports Fans

Seit 2015 findet man eSports Turniere zu Overwatch, Smash Bros., League of Legends, Hearthstone und viele mehr auf jährlichen Veranstaltungen wie der Akicon und Hanamicon. Außerdem findet das bereits etablierte „BUTTON FESTIVAL – Ein Fest für Spielerinnen und Spieler“ seit einigen Jahren in Graz statt. Mit Sponsoren wie CONRAD, Mjam.at oder Soundportal konnten bereits große Unternehmen für diesen Zweig begeistert werden. Der Veranstalter Ludovico (Verein zur Förderung der Spielkultur, des Spielens und der Spielpädagogik) organisiert dort neben aktuellen eSports Turnieren auch eine Retroecke, Brettspiele, Livestreams und ein unterhaltsames Bühnenprogramm. Diese Kombination lockt jährlich über 1.500 Besucher in die Grazer Seifenfabrik.

eSports in Graz - Infografik

BarCraft fördert eSports in Graz

Einer, der sich mit eSports in Graz auseinandergesetzt, hat ist Stefan Fasching, Mitbegründer der BarCraft Graz Community. „BarCraft Graz ist ein Verein junger, motivierter Leute in Graz, die Teile ihrer Freizeit dafür bereitstellen, die eSports-Szene in Graz zu fördern.“, liest man auf ihrer Homepage. Ohne diese Motivation und das Engagement der Community wäre die Szene vermutlich heute nicht so populär.

Neben verschiedenen Events plant und organisiert das BarCraft Team auch sogenannte „Public Viewing“ Abende, bei denen ein Teil eines Innenstadtlokals für eSports Übertragungen gemietet wird. Dort werden Livestreams großer internationaler Turniere ausgestrahlt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass vor allem Streams zu Spielen wie Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends sehr beliebt sind. Je nach Interesse finden sich an diesen Abenden bis zu einhundert Leute im Lokal ein, um gemeinsam eSports auf einer großen Leinwand zu verfolgen. Sport und eSports werden beim Public Viewing auf eine Stufe gestellt – und das ist gut so!

eSports in Graz - Beef Austria

BEEF Austria – Smash 4 Turniere im Ludovico

Graz als geheimer Fighting Game Hotspot

Die Community wird bei der Planung von Veranstaltungen eng eingebunden. Zu bevorstehenden Turnieren werden oftmals Votings gemacht, die einen Einfluss auf die Auswahl der Spieletitel haben. „Aktuell ist die Fighting Game Szene in Graz überraschend groß. Hier ist es wichtig, auf diesen Zug aufzuspringen und den Gamern eine Plattform zu bieten, sich zu treffen und zu messen. Nur so kann die Community wachsen“, so Stefan Fasching, der bereits seit 2012 als Organisator diverser Events aktiv ist.

Öffentliche eSports Events im Studentenheim

Vierteljährlich findet in Graz das sogenannte „Gamebox“ Event im Studentenheim „Greenbox ZENTRUM“ statt. Dort gab es in der Vergangenheit bereits die Möglichkeit, an Turnieren für League of Legends, CS:GO, Hearthstone, Rocket League, Smash 4, Smash Melee, Starcraft 2 oder Tekken teilzunehmen. „Gamebox“ ist für den eSports in Graz nicht mehr weg zu denken. Zudem setzen die Veranstalter auf die Einbindung der Community: Grundsätzlich gilt, dass vor beinahe jeder Veranstaltung eine Abstimmung gestartet wird, um die Nachfrage und Organisation zu koordinieren.

Aktuell ist in der Landeshauptstadt die Nachfrage zu „Super Smash Bros. 4“ und „Super Smash Bros. Melee“ sehr hoch. Monatliche Turniere werden hier separat organisiert. Das Super Smash Bros. Melee Event findet monatlich im Friedrich Schiller Studentenheim statt. Interne Organisation von Röhrenfernsehern und Konsolen finden über eine gemeinsame Facebook- bzw. WhatsApp Gruppe statt. Die Kernszene von zwanzig bis dreißig Zockern freut sich immer über neue Herausforderer und nimmt jeden Teilnehmer herzlich auf. Gemeinsames Training, 1v1 und 2v2 Turniere stehen auf dem Programm des hauptsächlich am Samstag stattfindenden Events. Bereits diese Woche, am 26.05.2018, findet das nächste sogenannte „Graz Melee League Monthly 05/2018“ statt.

eSports in Graz - Gamebox

Vierteljährliche Gaming-Action bei „Gamebox“

Die Grazer Smash-Community organisiert sich – BEEF Austria

Ein weiterer Veranstalter der Super Smash Bros. Events ist Sebastian Hinterecker. Er ist begeisterter Super Smash Bros. 4 Spieler und ist im Jahr 2014 mit seinem Bruder nach Graz gezogen. Nach einem Besuch des Button Festivals haben sich die beiden für die Organisation eines eigenen Turniers engagiert. Sein Eindruck: „Wir haben uns zu Beginn in unserer Wohnung getroffen und kleinere Turniere gemacht. Daraus haben sich dann die Turniere entwickelt, die heute fast jeden Monat organisiert werden. Es war unglaublich großartig zu sehen, wie aus der kleinen Gruppe in einem Wohnzimmer eine Community mit fast siebzig individuellen Spielern geworden ist.“ Aktuell finden die Super Smash Bros. 4 Events unter dem Namen „BEEF Austria – Smash 4 Turnier Graz“ in den Räumlichkeiten des Ludovico statt. Ein Austragungsort für Brett- und Kartenspiele, Videospiele und Vieles mehr. Quasi ein Treffpunkt für Jung und Alt. Das nächste Event findet übrigens am 23.06.2018 statt.

Abschließend ist zu sagen, dass eSports in Graz definitiv angekommen ist: ob bei Großveranstaltungen, regelmäßigen Gruppenevents oder beim Public Viewing. Durch engagierte und motivierte Mitglieder der Community wird die Gaming Szene in der Grazer Gesellschaft mehr und mehr akzeptiert und wird mit vielen neuen eSports Titeln weiter wachsen.

Wir freuen uns auf ein tolles eSports Jahr 2018!

 

eSportler Wahl im Mai: May the best win!

Wir lassen den neuesten Durchgang der Wahl zum eSportler des Monats mit einem schlechten Wortwitz beginnen: „It’s May. May the best win!“ Keine Angst: Die Nominees der eSportler Wahl werden nicht annährend so schlecht sein wie unser bad joke.

Jetzt bewerben und taggen!

Wie schon im Vormonat gilt wieder: Bewerbt euch über das Anmeldeformular oder taggt eure Top-Favoriten für den eSportler des Monats auf Facebook!

Jury entscheidet über Nominees der eSportler Wahl

Wer es letztendlich ins Finale schafft, entscheidet wieder unsere Fachjury. Wie schon letztes Mal sind das CS:GO Profi-Coach Alexander „kakafu“ Szymanczyk (BIG), Manuel Haselberger (ESVÖ) und Gabriel Schwarzinger (Austrian Force).

Die endgültige Entscheidung liegt bei der Community

Die eSportler Wahl ist und bleibt eine Community-Wahl. Daher entscheidet auch im Mai wieder ihr! Sobald wir euch die Nominees vorstellen, könnt ihr wählen. Den genauen Zeitpunkt geben wir natürlich noch auf eSports.at und Facebook bekannt!

Also, meldet euch jetzt an!

 

Werde E-Sportler des Monats!

LoL Sensation Tobias „Dreamer Ace“ Schreckeneder im Interview!

Es war DIE Sensationsmeldung der Woche in der österreichischen League of Legends Szene: Dreamer Ace, der mit MBL die A1 eSports League in LoL gewonnen hat, geht zu BIG! Damit schafft der 21Jährige aus Bad Goisern den großen Sprung nach Deutschland. Wir von eSports.at haben ihn interviewt. Tobi über seinen Erfolg, seine Ziele und seine aktuell schwierige Lebensphase, in der Freud und Leid sehr eng beisammen liegen!

Dreamer Ace träumte sich nach Deutschland

Szene-Insider haben Tobias Schreckeneder alias Dreamer Ace schon längere Zeit auf dem Radar. Mit seinen Top-Leistungen als Support bei MBL machte er zuletzt Schlagzeilen, etwa mit dem Sieg beim ACC Masters oder dem Triumph bei der A1 eSports League. Wir haben auf eSports.at ausführlich berichtet. Diese Erfolge sind auch den Talent Scouts von BIG nicht entgangen. Sie engagieren Dreamer Ace vom Fleck weg! Einziger Wehrmutstropfen für Tobi: MBL Teamkollege und Freund Muammed „Agurin“ Kocak ist nun nicht mehr im neuen LoL Team von BIG.

Dreamer Ace geht zu BIG und Agurin

Bros im Geiste: Dreamer Ace und Agurin

Tobi „Dreamer Ace“ Schreckeneder im Interview mit eSports.at

Erst einmal Congrats!!! Wie ist es zu dem Transfer gekommen und seit wann weißt du, dass du zu BIG gehst?

Dadurch, dass ich unbedingt wieder mehr competitive spielen will, habe ich für diverse Teams getryouted. BIG war mein Favoriten-Team und sie waren sofort begeistert von mir und haben mir quasi nach dem ersten Tryout schon versichert, dass ich im Lineup dabei bin. Ich weiß es also seit etwa drei Wochen.

Sehr geil! Was verändert sich jetzt? Kommt der Umzug nach Berlin? Oder wirst du Pendler bleiben?

Momentan verändert sich nichts. Dadurch, dass es noch kein Gaming House gibt, werde ich für alle LANS pendeln. Ich hab ja auch einen fixen und sicheren Arbeitsplatz hier, welchen ich momentan nicht aufgeben möchte.

Wo arbeitest du?

Bei einem Salzhersteller. Also ich bin quasi IT Support für alle Probleme im Salzhersteller-Unternehmen.

Also Support auf ganzer Linie! Wie haben deine Teamkollegen von MBL reagiert, als sie es erfahren haben?

Naja, eigentlich wollte ich mit Agurin bei BIG spielen. Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit gegeneinander spielen in der deutschen Szene. Jedoch haben sich trotzdem alle gefreut und wir werden in Österreich weiterhin mit demselben Roster wie letzten Split spielen!

Also du bleibst der österreichischen Szene vorerst erhalten?

Ja, wenn sich‘s zeitlich ausgeht, dann unbedingt.

Dreamer Ace Tobias Schreckeneder BIG

Bros im Geiste und auf dem Taufschein: Tobi und Benjamin Schreckeneder

Wie kann man sich das jetzt vorstellen? BIG mit einem LoL Team, du mittendrin – wie professionell wird das im Vergleich zu dem, was in Österreich passiert?

Viel professioneller! Ich bin jetzt in einer Orga, die durch CS:GO riesengroß geworden ist und jetzt auch in LoL durchstartet. Sie bieten alles, was man haben möchte. Wir haben ein sehr gutes Coaching und Management. Wir werden quasi wie andere Profi-Sportler behandelt.

Du hast es angesprochen: CS GO. Mit Alexander „kakafu“ Szymanczyk ist ein anderer Österreicher ganz groß dabei. Hatte er seine Finger im Spiel? Hat er dich empfohlen?

Nein, eigentlich hat mich Agurin weiterempfohlen. Aber auch kakafu hat sich gefreut, dass jetzt ein zweiter Ösi bei BIG ist. Er hat mich angerufen und sofort gratuliert!

Dreamer Ace geht zu BIG hier mit MBL

Winner der A1 eSports League Austria: Dreamer Ace mit MBL

Noch zwei kurze Fragen: Fixgehalt – gibt es eines? Oder spielst du quasi „prämienabhängig“?

Ja, es ist ein Fixgehalt, aber es gibt sehr viele Regeln und Verpflichtungen. Wenn man sich nicht strikt daran hält, kann es sein, das das Gehalt gekürzt oder gestrichen wird.

Ganz kurz noch zu den Zielen, die du dir steckst? Was ist der Plan? Wo willst du hin in den nächsten Monaten?

Natürlich will mein Team und insbesondere ich alle Events, die möglich sind gewinnen. Wir trainieren hart, um die besten zu werden und wir haben gute Chancen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch mit meinem österreichischen Team wollen wir durchstarten und weiter Top1 bleiben. Ich möchte so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf mich ziehen, damit ich noch weiter aufsteigen kann und mit den besten Spielern der Welt spielen kann.

Dreamer Ace geht zu BIG Facebook

Ziert seit Kurzem die Facebook-Page von Dreamer Ace: das BIG Logo

Super Tobi! Danke, dass du dir Zeit genommen hast!

Ich sage danke! Könnte ich noch eines haben: sozusagen eine Quote von mir?

Ja klar! Sag an!

Ich habe momentan keine leichte Zeit. Es gibt momentan sehr viele Dinge, die nicht gut für mich laufen. Es gibt immer wieder Leute, die dich von Dingen abhalten wollen oder sie dir ausreden wollen. Ich habe gerade eine der wichtigsten Personen in meinen Leben verloren. Aber wenn mir eines bewusst geworden ist, dann, dass man niemals aufgeben und immer weitermachen soll! Manchmal ist der einzige Mut, den du zum Leben brauchst, deine Träume zu verfolgen und niemals aufzugeben!

Dem können wir nichts mehr hinzufügen… Toller, talentierter eSportler mit Top-Charakter! @Dreamer Ace: Weiter so! 🙂

 

 

Neue Rocket League Liga für Österreich!

Das österreichische Startup „Decamp Gaming“ zündet im Juni eine neue Rakete. Mit einer eigenen Rocket League Liga wollen die Burschen aus Wien die Community zusammenbringen. Wir haben Stephan Tschany, David Pan und ihr Team im Wiener Respawn getroffen.

Alte Schul-Kumpels als Liga-Veranstalter

David und Stephan verbindet eine fette Gamer-Freundschaft. Schon in der Schule hielten sie gemeinsame Referate über CS:GO und Co und diese Leidenschaft für’s Zocken haben sie auch ins Erwachsenenleben mitgenommen. Nur das Main Game hat sich geändert, denn das heißt jetzt eindeutig Rocket League. Und statt der Referate gibt es eine eigene Turnierplattform.

Start der Rocket League Liga am 2. Juni!

Den meisten in der österreichischen Rocket League Community ist Decamp Gaming bereits ein Begriff. Sogar den Grenzübertritt in deutsche Lande hat das Startup schon geschafft. Neben Online Turnieren organisieren David und Stephan auch Offline-Events wie zum Beispiel die Turniere im Wiener Respawn. Hier matchen sich Rocket League Teams im zwei-Wochen-Takt immer Mittwochabends.

Rocket League Liga Decamp Gaming

Das Team von Decamp Gaming rund um Stephan Tschany und David Pan

Das neue Baby von Decamp Gaming soll so richtig fett werden, sagt David gegenüber eSports.at: „Wir haben erst einmal vier Wochen Open Qualifier. Und die, die im Finale sind, kommen weiter in die Liga.“  Und dann geht’s ans Eingemachte, nämlich um 400 Euro Preisgeld, erklärt Stephan: „Acht Teams bleiben im Endeffekt übrig und die spielen sich dann in einer riesigen Gruppenphase das Preisgeld aus.“ Bereits jetzt haben sich einige beachtliche Teams angemeldet, und die kommen nicht nur aus Österreich, sondern auch aus dem Nachbarland Deutschland. Im eSports Eventkalender also ein absolutes Highlight!

Rocket League Liga David Pan

David Pan von Decamp Gaming: „Schon in der Schule mit Stephan gezockt!“

Anmeldeschluss: Anfang Juni

Wer noch dabei sein will, muss nicht ganz so schnell sein wie sein Bolide im Game. Immerhin zwei Wochen bleiben noch bis zum Anmeldeschluss am 1. Juni. Insgesamt hoffen die Veranstalter auf 32 Teams.

Weckruf an die Community

Ob David und Stephan tatsächliche die volle Kapazität ausschöpfen können, hängt letztendlich von der Community hierzulande ab. Denn die ziert sich noch: „In Österreich ist es teilweise noch ein bisschen mau“, klagt Stephan, „aber wenn ich in die Online Leaderboards schaue, dann sehe ich Österreicher. Aber offline sehe ich die nie!“  Liegt wohl auch daran, dass online viele mit Deutschen zusammen spielen. Für Offline-Turniere ist dann der Weg oft doch zu weit.

Die neue Rocket League Liga von Decamp Gaming kommt der Community deshalb entgegen. Alle Spiele finden online statt, bis hin zum Finale. Also, liebe Community: Be part of it!

Rocket League Liga Stephan Tschany

Stephan Tschany in seinem Element, beim Casten im Wiener Respawn

Offline: Mittwoch ist Rocket League Tag!

Da bis zum Start der Rocket League Liga am 2. Juni noch ein wenig Zeit ist, noch ein kleiner Tipp zum Schluss: jeden zweiten Mittwoch trifft sich die Community im Wiener Respawn. Und da steht alles im Zeichen von „Fußball mit Autos“, sagt Stephan: „Es wird live gecastet, das heißt, du hörst deine Plays hier live über die Boxen. Die Menschen können auch im Stream zuschauen.“ Und das alles in gemütlicher eSports-Bar-Atmosphäre!

Rocket League Liga Respawn

Jeden zweiten Mittwochabend im Wiener Respawn: Rocket League Turnier

Wer die Respawn-Abend nutzen will, um einfach mal mit Rocket League in Kontakt zu kommen, ist auch an der richtigen Adresse. Denn kaum ein anderes Game ist für Noobs so spannend anzusehen, wie Rocket League, schwärmt Stephan: „Das macht es zu einem Game, das es ein bisschen abhebt von League of Legends zum Beispiel. Weil das checkt man halt nur, wenn man’s wirklich selbst spielt. Und der Typ, der daneben sitzt, der wird nach zwei Minuten aufs Klo gehen und nicht mehr kommen!“ Bei unserem Lokalaugenschein beim Rocket League Turnier im Respawn am Mittwochabend war die Toilette immer frei…

Infos zur Rocket League Liga findet ihr auf den Kanälen von Decamp Gaming:

Website  |  Twitch  |  Facebook

 

 

 

 

Mario Viska – Österreichs Top FIFA Spieler im Interview

FIFA Profi Mario Viska hat es vom kleinen Mann bis ganz an die Spitze geschafft. Daran konnten ihn auch jahrelanger Geldmangel, seine chronische Erkrankung und die vielen bissigen Neider nicht hindern. Uns von eSports.at erzählte der 31-Jährige unter anderem, wie er dem Tod nur knapp entronnen ist. Oder warum er trotz Top-Karriere im eSports immer noch als Angestellter arbeitet.

Jeder fing einmal klein an: Mario Viska ganz besonders!

Die Erfolge von Mario Viska lesen sich wie die Höhepunkte einer Bilderbuch-Karriere: sechsfacher deutscher Meister im Team, fünffacher österreichischer Meister, dritter Platz bei der EM 2008, WM-Teilnahmen und noch weitere FIFA-Titel. Wer denkt bei dieser Bilanz an Bescheidenheit? Wohl kaum jemand. Dennoch kommt der FIFA Profi aus Wien aus einfachen Verhältnissen, wie er selbst sagt: „Ich war schon immer der Mensch, der aus einer nicht so reichen Familie kommt, sondern aus einer Arbeiterfamilie. Wir mussten jede Münze umdrehen, ich konnte auch nicht studieren. Doch ich wusste: Durch Leistung kann man sehr viel erreichen.“

Bis zur ersten Sprosse der Karriereleiter war es ein steiniger Weg. Der Wunsch, Tischler zu werden, scheiterte an Marios Asthma-Erkrankung. Auch aus dem zweiten Traumjob als EDV Techniker wurde nichts, denn da war er nicht unter jenen beiden Glücklichen, die von insgesamt 500 Bewerbern eine Lehrstelle bekamen. Also wählte Viska Plan C und nahm eine Lehrstelle bei der Elektrohandelskette Saturn an. Immerhin zockte er damals schon fleißig FIFA und interessierte sich für PCs und Fernseher. Also passte die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in der TV und Computer-Abteilung für den Anfang ganz gut.

Mit Disziplin und Schlafentzug an die Spitze

Seine Leidenschaft für FIFA hatte Mario Viska schon als 11Jähriger entdeckt. Nach einem Ausflug zu Counter Strike war dann um 2003 herum endgültig klar, wohin der Weg gehen sollte: „Ich habe dann zwei Jahre lang sehr viel Zeit in FIFA investiert und 2006 durch den dritten Platz bei der WM kam halt dann die Möglichkeit, im Verein zu spielen“, schildert Mario. Viel Platz für Partys blieb ihm damals als Teenager nicht: „Ich hab mich früh drauf eingestellt, weniger zu schlafen. Ich habe mich drauf eingestellt, nur fünf bis sechs Stunden zu schlafen. Ich bin immer direkt von der Arbeit nach Hause, hab den Computer beziehungsweise die Playstation angemacht und trainiert.“ Und das sechs Stunden täglich!

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FIFA Profi Mario Viska im Interview mit eSports.at

Vom Amateur zum Profi

Den Aufstieg in die Profi-Liga schaffte Viska dann 2006, als er noch bei Saturn arbeitete. Doch damit war bald Schluss: „Es war dann so, dass mir die Arbeitszeiten für den eSports nicht mehr gepasst haben. Es war mir auch zu langweilig mit der Zeit, und auch der Verdienst war nicht überragend. Ich war dann schon Abteilungsleiter-Stellvertreter und trotzdem bin ich als Lehrling behandelt worden. Deshalb war der Schritt, dort wegzugehen.“ Im Nachhinein betrachtet ein richtiger Schritt: denn nicht nur der FC Schalke 04 und SK Rapid Wien wurden auf Mario aufmerksam, sondern auch Tausende FIFA-Fans, die ihn für seine Erfolge vergöttern.

Die Schattenseiten des Ruhms: Beinahe körperliches Game Over!

Um seine finanzielle Existenz muss sich Mario Viska heute bei Weitem keine Sorgen mehr machen. Seit einigen Jahren arbeitet er als Manager in einer Wiener Internet-Agentur, seine eSports-Karriere verfolgt er quasi in der „hauptberuflichen Freizeit“. Auch wenn Mario mittlerweile vom eSports allein leben könnte, genießt er doch das vergleichsweise sichere Dasein als Angestellter: „Ich bin ein Mensch, der gerne Sicherheit hat. Und so lange das geht, mache ich es! Ich gehe gerne Risiko ein, aber nicht im finanziellen Bereich!“

Ganz anders im gesundheitlichen Bereich: Da war der 31Jährige schon einmal in der Hochrisiko-Zone. Seine unzähligen Termine ließen Mario den eigenen Körper ignorieren. Das hätte ihn laut seinen Ärzten beinahe das Leben gekostet, wie er im Interview mit eSports.at erzählt: „Ich bin zwei Wochen im Spital gelegen, weil ich einfach zu viel gemacht habe. Ich war krank, habe mich aber nie auskuriert. Wegen meines Asthmas hat sich im Hals eine Zyste gebildet. Wenn ich den Notarzt später gerufen hätte, hätte das schlimm ausgehen können. Das war schon in Richtung ersticken!“

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Viska will hoch hinaus: „Weltmeister-Titel ist mein Ziel!“

„Jetzt ist Auszeit angesagt“

Mittlerweile ist Mario Viska wieder topfit und in bester Verfassung. Und er hat große Pläne für die Zukunft. Doch zuvor nimmt er sich im Mai eine Auszeit: „Ich habe keine Buchungen angenommen, obwohl Anfragen da waren. Ich habe auch zwei große FIFA Turniere als Coach abgesagt, nämlich Paris und Amsterdam. Es war der Zeitpunkt, wo der Mensch Mario Viska sagt: ‚Viel gemacht, aber zu wenig auf dich geschaut.‘“ Zeit also, einmal kräftig durchzuatmen. Denn für seine Pläne braucht der eSports Profi noch einen langen Atmen.

Nächste Ziele: Weltmeister-Titel und Akademie-Ausbau

Die beiden Top-Prioritäten für die kommenden Monate sind klar definiert: „Ich will eigentlich mal Weltmeister werden. Das ist auf jeden Fall mein Ziel! Sei es als Spieler oder als Coach.“ Um wieder voll ins kompetitive eSports Business einzusteigen, will Mario vor allem bei FIFA 19 bei den Major Turnieren dabei sein und deutlich mehr Zeit investieren als bei FIFA 18.

Top Prio Nummer zwei betrifft die Coaching-Agenden. Die Anfragen auf marioviska.com gingen in den letzten Wochen und Monaten so sehr durch die Decke, dass der Wiener allein von seinen FIFA Coachings leben könnte. Um aber seine aktive Karriere als eSportler weiter verfolgen zu können, denkt Mario etwa über eine Art Coaching-App nach. Auch weitere Ideen rund um FIFA in Österreich spielen in seinen Plänen gemeinsam mit seinem Management eSports Reputation eine große Rolle. Teilweise schon sehr konkret! Man darf also gespannt sein, was in der Zukunft an der Konsole, aber auch darüber hinaus alles von Mario zu hören sein wird!

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Tipps für den Nachwuchs: „Leistung, professionelle Vermarktung und Kommunikation!“

Tipps für den Nachwuchs: Wie werde ich FIFA Profi?

Apropos Coaching. Wir haben Mario Viska nach seinem Erfolgsgeheimnis gefragt. Denn: Wer träumt nicht von einem fixen Grundgehalt von 5.000 Euro brutto, wie es einige gute FIFA Profis in Europa schon bekommen? Eine allgemeingültige Zauberformel existiert zwar nicht, aber immerhin wertvolle Tipps: „Ein Schema F gibt es nicht. Aber was man sich auf jeden Fall aneignen muss, ist ein richtiges Zeitmanagement und eine Prioritätenliste. Auch Disziplin ist wichtig! Wenn man die Dinge nicht hat, dann schafft man‘s nicht.“

Ganz oben auf die Prioritätenliste setzt man am besten die eigenen Erfolge, rät Mario: „Wenn ich ein Jahr in FIFA Gas gebe und regelmäßig unter die Top 100 komme und vielleicht auf dem einen oder anderen Major war, dann wird ein Management auf dich aufmerksam. Und da kannst du, obwohl du noch keine Titel hast, einen Vertrag bekommen.“

Ohne Marketing und professionelle Kommunikation sind aber auch die tollsten eSports-Leistungen wenig wert. Daher einmal mehr der Tipp: „Auftreten, professionelle Kommunikation und Vermarktung ist das Wichtigste!“, sagt Mario, „man muss nicht unbedingt Weltmeister sein, um einen Top-Vertrag zu bekommen. Man muss eine gewisse Zielgruppe ansprechen.“ Wer also auf Twitch, Facebook und Co die Community nicht gewinnt, hat schon verloren. Und sympathischer Tipp zum Schluss von Vollprofi Mario Viska: „Scheiß drauf, was die Hater sagen!“

Weitere Infos:

Website von Mario Viska

 

Respawn Summer Series in den Startlöchern!

Der Sommer kann kommen! Denn im Wiener Respawn steht das heißeste LoL Turnier des Landes am Start. Die Anmeldephase zur Respawn Summer Series startet ab sofort.

Bereits die Winter Series der eSports Bar in den Gürtelbögen war ein voller Erfolg. Das kann Respawn Besitzer Patrick Tondl bestätigen. Ganz zu Ende ist der Winter in League of Legends aber noch nicht: „Das Finale der Winter Series ist am 26. Mai.“ Sobald die Winner feststehen, ist aber Summer Season angesagt!

Start mit Community Event Anfang Juni

Wer zeigen will, was er oder sie in League of Legends drauf hat, kann sich bis 3. Juni für die Respawn Summer Series anmelden. Schon am 2. Juni lädt das Respawn zu einem Community Event, bei dem sich die Spieler gegenseitig kennen lernen können. Ziel der Aktion: die Gründung von Teams für die Liga, denn diese startet schon zwei Wochen später, am 16. Juni.

Respawn Summer Series Anmeldung

Teams gesucht für die Respawn Summer Series! (hier die Tickling Tentacles willhaben)

1.000 Euro Preispool und Packages von HP Omen als Anreiz

Der Jackpot der Respawn Summer Series ist mit 1.000 Euro und Riot Points gefüllt. Wer um den größeren Teil des Pools mitspielt, entscheidet sich in der Gruppenphase. Bei den Playoffs spielen die Top-8-Teams um 700 Euro, die restlichen Mannschaften matchen sich im Challenger Bracket um 300 Euro samt Riot Points. Ein besonderes Zuckerl kommt vom Gaming-PC-Hersteller HP Omen: In regelmäßigen Abständen gehen OMEN Packages an die MVPs. Darunter ist etwa die OMEN Maus, die mit ihren 12.000 DPI besticht! Im Pot der Respawn Summer Series finden sich aber auch die OMEN Tastatur oder das DTS Headphone X. Die genauen Infos zum Pay Off gibt es dann im Laufe der kommenden Wochen.

Respawn Summer Series HP Omen

OMEN by HP ist mit an Bord bei der Respawn Summer Series

Respawn Summer Series als reines Offline Turnier

Die gesamte Spielphase ist als Offline-Event ausgerichtet, Spieltag ist immer Samstag zwischen 12 und 18 Uhr. Je nachdem, wie viele Spieler sich anmelden, könnte auch der Freitag als zusätzlicher Turniertag dazukommen. Alle Infos findet ihr selbstverständlich immer im eSports Eventkalender. Die Anmeldegebühr von 50 Euro pro Team gibt’s übrigens im besten Fall wieder zurück: Denn wenn ein Team an allen Spieltagen anwesend ist, gibt es einen 50 Euro Respawn Gutschein!

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eSports, Drinks und Food: so auch das wohlschmeckende Konzept bei der Respawn Summer Series!

Vor Ligastart: fette Fete!

Übrigens: etwa eine Woche vor dem Start der Respawn Summer Series steigt eine ziemlich fette Party. Das Respawn feiert nämlich seinen bereits zweiten Geburtstag. Auf die Besucher wartet nicht nur ein Spanferkel, sondern auch ein Fass Freibier und kostenloser Strongbow. Also schon mal notieren: 8. Juni, ab 16 Uhr!

Anmeldung zur Respawn Summer Series:
Bis 03.06.2018 unter esports@respawn.at
>Turnier-Regeln<