Österreichs Fenster in die eSports Welt

23 Länder in einem Verband: Die European eSport Federation ist endlich da

Am 21. Februar war es soweit. Funktionäre aus 23 verschiedenen Ländern Europas kamen in Brüssel zusammen, um die Gründung der European eSport Federation (EEF) zu beschließen. Mit dabei: Der ESVÖ, seines Zeichens heimischer nationaler eSports Verband. Damit geht Österreich als Mitbegründer des ersten Europäischen eSports Verband in die Geschichte ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass der ESVÖ bei internationaler Vernetzung eine Vorreiterrolle einnimmt. Bereits 2008 kam es zu der Gründung der International eSport Federation (IeSF), in der Österreich beteiligt war. Seit längerem gab es Bestreben, auch einen Europäischen Verband zu gründen. Der belgische eSports Verband BeSF setzte sich letztendlich beim Europäischen Parlament ein, den EEF aufzustellen.

Die Delegation des ESVÖ: v.l.n.r.: Marko Fritz, Urim Bajrami, Stefan Baloh & Manuel Haselberger

Für Stefan Baloh, Präsident des ESVÖ, bietet die österreichische Beteiligung spannende Chancen: „Gerade in der Anfangsphase des Europaverbands wird Österreich stark vom vernetzenden Charakter der Institution profitieren. In weiterer Folge freuen wir uns natürlich, wenn der ESVÖ österreichischen eSportlerinnen und eSportlern die Teilnahme an europaweiten Turnieren und Meisterschaften ermöglichen wird.“

Verbandsmeisterschaften, Stakeholder & politische Interessensvertretung

Laut einer Pressemitteilung des ESVÖ gibt es klar definierte Ziele des EEF. Neben klassischen politischen Themen wie Networking, besseren Beziehungen zu Stakeholdern und Interessensvertretung im Parlament, ist vor allem eine europäische Verbandsmeisterschaft interessant. Offizielle Europameisterschaften wären eine leicht verständliche Annäherung an die Sportwelt und dürften weniger eSports-Affinen einen Einstieg bei Gaming-Competitions ermöglichen. Durch eine Niederlassung in Brüssel und einem kontinuierlichen Einkommensstrom sollen diese Punkte realisiert werden.

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