Österreichs Fenster in die eSports Welt

eSports Zahlen für Österreich

Mehr als jeder zweite Österreicher zockt!

4,9 Millionen Österreicher spielen Computerspiele. Zu diesem Ergebnis kam die ÖVUS Studie 2017. Die Zahl umfasst alles, vom Fun-Game am Handy bis hin zum ambitionierten eSports-Spiel. In der Gesamtzielgruppe sind 47 Prozent weiblich und 53 Prozent männlich. Je höher die Spielintensität, desto stärker steigt der Männeranteil. Bei den Daily Gamers beträgt dieser laut unserer eSports Umfrage bereits 67 Prozent.

Die österreichischen eSportler

In Österreich gibt es laut dem ESVÖ an die 32.000 registrierte eSportler, die kompetitiv gegeneinander antreten. (APA-Interview, 28.08.2017) Nur etwa 5 Prozent von ihnen sind weiblich. eSportler trainieren in der Regel täglich mehrere Stunden, zu Spitzenzeiten sind acht bis zehn Stunden am Tag keine Seltenheit. Wer als ambitionierter eSportler etwas auf sich hält, ist laut eSports.at-Umfrage stets mit dem LAN-Kabel verbunden (3 von 10 Online-Gamern). Die Mehrheit der Online-Gamer, nämlich 7 von 10, connected sich bevorzugt via WLAN.

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So zockt Österreich! (Quelle: eSports Umfrage eSports.at)

Überdurchschnittliche Bildung und Reaktionsfähigkeit

Österreichs eSportler sind überdurchschnittlich gebildet. Wie unsere große eSports Umfrage zeigt, haben fast zwei Drittel der ambitionierten Online-Gamer und Gamerinnen einen Maturaabschluss. Ebenso viele sind berufstätig, 20 Prozent stecken noch in Ausbildung. Spitzen-eSportler haben eine ähnlich hohe Reaktionsfähigkeit wie Kampfjetpiloten.

Die beliebtesten eSports-Spiele in Österreich

Höchster Beliebtheit erfreut sich nach wie vor FIFA. Jeder oder jede Dritte gibt an, das Fußball-Game zu zocken. Ein Viertel aller eSports-Fans spielt Call of Duty. Vor allem in der jungen Zielgruppe ist Fortnite das Maß aller Dinge. Das Battle Royale Game rangiert in der eSports Umfrage auf Platz drei. Ebenfalls in den Top10 eSports Spielen der Österreicher mit dabei: World of Warcraft, CS:GO, League of Legends, Far Cry, PUBG, Super Smash Bros und Overwatch.

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FIFA, COD und Fortnite: So heißen die beliebtesten Games in Österreich. (eSports Umfrage eSports.at)

Desktop-PC hat bei eSportlern die Nase vorn

Nach den Gaming-Plattformen gefragt, verweisen die meisten Online-Gamer und eSportler sofort auf den Desktop PC. Etwa jeder Dritte (34%) bevorzugt einen leistungsfähigen Standrechner, mit 22 Prozent auf dem zweiten Platz liegen Notebooks. Die Playstation ist für 21 Prozent der österreichischen Online-Gamer unverzichtbar. Zum Vergleich: Auf der Xbox zocken hierzulande nur 5 Prozent der Gamer und Gamerinnen. Immer stärker im Kommen ist das Smartphone: Mitte 2018 gaben schon 15 Prozent der Befragten ihr Handy als Gaming-Device an, Tendenz stark steigend!

Streams sind das neue Fernsehen!

Immer mehr vor allem junge Gamer verbringen von Woche zu Woche viele Stunden auf Twitch oder YouTube. 4 von 10 Online-Gamern streamen über YouTube, 3 von 10 über Twitch. Fast die Hälfte sieht regelmäßig eSports-Events online an. Ein Trend, der für viele das Hauptabendprogramm im linearen TV ersetzt.

Größte eSports-Turniere Österreichs: Fortnite und eBundesliga

Gemessen an der Größe des Landes konnte Österreich schon einige wirklich fette eSports-Turniere auf die Beine stellen. Zwei der absolut größten waren das Fortnite-Turnier auf der Game City 2018 sowie die eBundesliga mit jeweils 6.000 Teilnehmern.

Nur wenige Österreicher können von eSports leben

eSports Jobs sind in Österreich noch ziemlich rar. Nur an die 20 Personen verdienen ihren Lebensunterhalt mit einem Job im eSports-Bereich. Die meisten von ihnen sind aber keine aktiven eSportler, sondern Event-Manager, Content Producer oder Ähnliches. Einer der wenigen eSportler Österreichs, die wirklich seit Jahren von ihrem sportlichen Einkommen leben können, ist FIFA-Profi Mario Viska. Aber auch einige Youngsters holen kräftig auf, darunter der Fortnite-Spieler Thomas „Tschilinken“ Hörak, der Mitte 2019 schon Preisgelder in Höhe von mehr als 70.000 Dollar angehäuft hatte. Vom legendären Twitch-Streamer „Ninja“ ist all das aber weit entfernt: Dieser verdient monatlich nämlich mehr als 500.000 US Dollar!

eSports Preisgelder in Österreich: Wir holen auf!

Die Price Pools im internationalen eSport explodierten in den letzten Monaten förmlich. Die Speerspitze bildet Fortnite mit einer Preisgeldausschüttung von insgesamt 100 Millionen US Dollar im Jahr 2019. Allein bei der Fortnite WM im Sommer geht es um 30 Millionen Dollar! Lange Zeit hatte „Dota 2 – The International“ mit 25 Millionen Dollar Gewinnsumme die Nase vorn. Die höchsten Austro-Preisgelder gab es bisher bei der eSports League Austria (mehr als 30.000 Euro), sowie beim ESF 2019 (ca. 30.000 Euro) – allerdings jeweils verteilt auf mehrere Spiele. Positiver Ausreißer für ein Einzel-Game: Das Viennality schüttet für Mortal Kombat 15.000 Euro aus.

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Bis zu 80.000 Besucher bei Gaming Events in Österreich!

Besucherzahlen großer Events sind unter der eSports-Lupe mit Vorsicht zu genießen. Wie viele Interessierte tatsächlich die eSports-Programmpunkte besuchen, lässt sich bei Großveranstaltungen mit großem Angebotsspektrum für Beobachter nicht immer einfach identifizieren. Reine eSports-Events wie die eSports League Austria oder das Red Bull pLANet one ziehen in Österreich mittlerweile zwischen 1.000 und 2.000 Gäste an. Große Conventions mobilisieren – wie im Fall der Wiener Game City – bis zu 80.000 Gaming-Begeisterte!

Die größten Gaming Events in Österreich

Folgende Veranstaltungen zählen zu den größten Gaming-Events Österreichs (in Klammer die aktuellen Besucherzahlen):

  • Game City Wien (ca. 80.000)
  • Vienna Comic Con / VCA (26.000)
  • Ani Nite Wien, NÖ (25.000)
  • Electronic Sports Festival, ESF (Gesamt-Besucherzahl im Donau Zentrum, also Einkaufende zuzüglich Event-Besucher: 100.000)

Zum Vergleich: Die deutsche Gamescom in Köln zieht jedes Jahr an die 350.000 Gaming-Fans an!

eSports Locations in Österreich

Mitte 2019 gab es in Österreich zwölf eSports-Locations. Die größte Ballung zeigt sich in Ostösterreich mit der AREA52 und der Respawn Bar in Wien, sowie der Gamers Academy in Baden und Bad Vöslau. Dazu kommen in Wien noch weitere Locations für die Neigungsgruppe Gamer und eSportler: das VREI Virtual Reality Cafe, der Vienna Reality Playground, sowie das Virtual Dojo und das S64. Bekannte eSports-Locations außerhalb Wiens sind das Game and Dine in Linz, Ludovico Graz, Gamers Finest Salzburg, der Spielraum Tirol, sowie das Taunt in Liezen. Zu erwähnen ist auch die neue TnT Sportsbar in Innsbruck: Diese bietet neben klassischen Sport-Public-Viewings auch ab und zu eSports-Programm an.

eSports Handbuch Österreich“ für mehr Infos

Wer sich einen detaillierteren Überblick machen möchte, ist auf eSports.at richtig: Wir haben für euch nämlich das erste eSports Handbuch für Österreich veröffentlicht. Dieses ist ab sofort auch im freien Download erhältlich!

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