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Games for Good – Computerspiele machen Schule

Quo vadis, Bildungssystem? Die Frage nach der zukünftigen Ausrichtung des Schulsystems ist ein Dauergast im öffentlichen politischen Diskurs. Darüber, wie die Schule der Zukunft aussehen wird, scheiden sich die Geister. Angesichts der Digitalisierung scheint eines ziemlich deutlich: Spielerisches Lernen mit Hilfe von PC-Games birgt unglaubliches Potenzial. Thomas Kunze will mit seinem Games Institute Austria (GIA) nun auf diesen Zug aufspringen. Er hat das Projekt Games for Good ins Leben gerufen.

21st Century Skills durch Computerspiele lernen

Der Ansatz ist denkbar einfach: Bestimmte Spiele eignen sich perfekt für den Einsatz im Schulunterricht, um Skills wie Kommunikation, Kooperation, Kreativität und kritisches Denken zu trainieren. So weit, so gut. Fehlt noch das Bindeglied zwischen der Welt der Computerspiele und dem Schulalltag. Genau hier setzt das Games Institute Austria mit „Games for Good“ an.

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Thomas Kunze vom Games Institute Austria will mit Games for Good das Bildungssystem revolutionieren.

Games for Good bietet Lernmaterialien für Unterricht

Das GIA entwickelte in jahrelanger Arbeit einen Materialienapparat, der aus analogen und digitalen Spielen ein Unterrichts-Tool macht. „Lehrern beziehungsweise Trainern wird das Wissen an die Hand gegeben, wie sie die Spiele in ihrem Unterricht anwenden können“, erklärt Institutsleiter Thomas Kunze. Und so könnten sich zu den alten und verstaubten Tafeln und Karten in den Klassenzimmern bald auch Games wie Minecraft oder Assasin’s Creed gesellen. Von beiden gibt es übrigens schon eine Education Edition.

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Kunze mit Lernmaterial für diverse digitale und analoge Spiele.

Revolution needed!

Ob es aber wirklich schon bald zu einer digitalen Revolution in den Klassenzimmern kommt, bleibt letztlich eine politische Entscheidung. Thomas Kunze steht seinerseits mit Expertise bereit: „Dazu bietet das GIA Beratungen, Workshops und Seminare an“, meint er. Zahlen aus der Praxis geben Kunze jedenfalls Recht: Denn schon acht von zehn OberstufenschülerInnen spielen PC Games. Das schülerseitige Interesse an spielgestütztem Lernen dürfte also vorhanden sein!

 

Weiterführende Links zu Thomas Kunze:

„Von Computerspielen lernen“

eSports Roundtable zu Fighting Games