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Hardware Serie: Darum setzt Gamers Academy auf Ryzen!

eSports.at startet eine neue Serie zum Thema Hardware. Wir laden Location-Betreiber, eSportler und Vereine ein, über ihre Hardware zu sprechen. Den Start macht die Gamers Academy in Bad Vöslau, die erst vor Kurzem mit ihrem PUBG Turnier für Aufsehen gesorgt hat. Inhaber John Mörth und sein Team setzen auf Ryzen und ihren Kooperationspartner HiTech. Warum? Darüber schreibt die Gamers Academy in ihrem Hardware-Report. Eine der Grundaussagen: Hauptsache sechs Kerne, das klingt zukunftssicher!

Vorab, in der Gamers Academy sitzen keine AMD-Fanboys. Auch wir schätzen die Power von einem i5 oder i7, doch Vieles hat uns dennoch dazu bewogen, in unserem eSport Bereich auf Ryzen zu setzen. Letztendlich war es eine rationale Entscheidung, es wurde einfach alles mit allem verglichen.

Als der eSport-Bereich der Gamers Academy noch in Planung war, kam nach und nach die gesamte Ryzen-Familie auf den Markt. Plötzlich war es auch für uns sehr schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Denn was in der Vergangenheit so offensichtlich war, ist plötzlich nicht mehr so eindeutig und wenn man zehn Gaming PCs erwirbt, fängt man doch lieber an zu recherchieren: Welche CPU bietet das beste Preis/Leistungs-Verhältnis? Und viel wichtiger: Welche CPU ist zukunftssicher?

Ryzen Gamers Academy

Technischer Insight in die Gamers Academy: Ryzen und Hi Tech sind angesagt.

Stichwort Zukunftssicherheit – Part 1

Die frisch releaste Intel-Generation Coffee Lake (i7-8700 und zwei i5) bestätigt unsere Ansicht, dass Mehrkern-CPUs langsam Richtung Mainstream sickern und dies in Zukunft eine größere Rolle spielen wird. Sowohl i7, als auch i5 besitzen in der achten Generation nun sechs echte Kerne. Mit dem Ryzen 5 1600, welcher AMD-typisch einen frei wählbaren Multiplikator bietet (somit frei übertaktbar ist) und von unserem Kooperationspartner HiTech von 3,2 GHz Basistakt auf 3,8 GHz übertaktet wurde, haben wir uns lediglich einen Hexa Core mit besserem Preis/Leistungs-Verhältnis geholt. Denn Übertaktung gibt es bei Intel nur gegen Aufpreis bei den teureren K-Modellen. Zu guter Letzt besteht bei HiTech die Garantie trotz Übertaktung.

Garantie trotz Übertaktung? Wie ist das möglich?

Generell laufen CPUs durch den Turbo-Modus ohnehin nicht nur auf Basistakt. Weiters werden gleiche Prozessoren mit unterschiedlichen Taktraten verkauft, obwohl die CPU physisch ident ist. Somit kann man erahnen, dass CPUs generell immer Luft nach oben haben. Zu guter Letzt spielt die Temperatur eine maßgebende Rolle: Solange man diese unter Kontrolle hat, muss man sich auch keine Sorgen machen. HiTech liefert seit eh und je seine Computer bei Möglichkeit übertaktet aus. Der Spruch „real overclocked Gaming“ im Logo ist also mehr als berechtigt.

Zukunftssicherheit – Part 2

Ein weiterer maßgeblicher Punkt, warum es dann doch AMD wurde, ist jener, dass die AM4 Plattform den Einsatz aller Ryzen CPUs der 3er, 5er und 7er ermöglicht und auch noch für Folgegenerationen kompatibel sein wird. Der neue Intel i7 8700(k) benötigt wiederum einen neuen Sockel, somit wird das Motherboard zum Wegwerfprodukt. Man kann nun darüber streiten, ob es Sinn macht, Hardware-Generationen zu mischen, doch mit Ryzen halten wir uns alle Optionen in der Zukunft offen.

Wie sieht es auf der Entwicklungsseite von Spielen aus? Nicht schlecht! Denn der Urgedanke, nämlich weniger CPU-Kerne, dafür aber höhere Taktfrequenz, fängt allmählich an zu wackeln, siehe Coffee Lake. Beispielsweise hat der Spieleentwickler Bethesda (Fallout, Doom, Prey, …) zum Ryzen-Release angekündigt, dass deren Spiele auf Mehrkern-CPU optimiert werden.

Ryzen Gamers Academy 3

Gamers Academy Bad Vöslau: Auch optisch geben die PCs Einiges her!

Auch Destiny 2 Spieler profitieren durch Mehrkern-Nutzung von Ryzen. Oder wie in den Beispielen Total War™: Warhammer, Tomb Raider, Ashes of the Singularity oder DOTA 2, wo durch einen Patch die Performance bei Ryzen Systemen teilweise auf über 30% angehoben wurde. Der Grund für so einen Performance-Schub wird durch die Vergangenheit geprägt. Durch die jahrelange Dominanz von Intel im Gaming-Bereich optimierten Spieleentwickler ihre Games nach Intel-Philosophie, aus diesem Grund sorgt der i7-7700K mit seinen vier echten Kernen und sehr hohem Basistakt für hohe FPS im Spiel.

Selbst wenn man stets Intel treu bleibt, hat man etwas davon, dass AMD 2017 ebenbürtige CPUs auf den Markt geschmissen hat. Warum? Ganz einfach! Konkurrenz belebt eben das Geschäft. Nahezu monopolistische Gegebenheiten waren selten gut für den Endkunden. Intel’s Preispolitik war einfach ungefährdet, speziell im Extreme Bereich wie der i7/i9-Serie ist eine progressive Preisgestaltung leider nicht ganz so angenehm für jemanden, der schlussendlich keine tatsächliche Auswahl zwischen mehreren CPU-Herstellern hat. Weiters wurden zu oft Innovationsmangel seitens Intel bemängelt. Denn bestehende Prozessorarchitektur mit immer höherem Werkstakt zu verkaufen, wirkte eben genau so innovationslos. Doch nun, dank der neuen Ryzen-Prozessoren, werden die Karten neu gemischt und das gilt eben auch für die Preisgestaltung. Dies wurde schlussendlich dann deutlich, als Ryzen 2017 Monat für Monat Marktanteile gewonnen und zu guter Letzt Intel auch laut Mindfactory noch überholen konnte. Intel hat mit der neuen Coffee Lake Generation beim Absatz zwar wieder die Nase vorne, nun blicken alle (vor allem aber die Gamers Academy) gespannt auf die zweite Ryzen Generation, die 2000er Serie, welche teilweise 2018 bereits released wurde.

 

Über den Autor

Ryzen John Mörth

John Mörth, Gamers Academy www.gamers-academy.at