Österreichs Fenster in die eSports Welt
Learning by Gaming DOJO 1

Learning by Gaming als Thema beim eSports Roundtable

eSports.at und die Futurezone haben zum eSports Roundtable ins Virtual Dojo Vienna geladen. Das Thema: „Wie verträglich sind Fighting Games und Shooter in modernen Gesellschaften?“ Die hochwertig besetzte Runde diskutierte unter anderem über den Effekt des Learning by Gaming und ließ mit einigen interessanten Argumenten aufhorchen!

„Mehr als ein Unterhaltungsmedium!“

Wer Games als reines Fun-Produkt begreift, irrt sich gewaltig. Geht es nach Thomas Kunze vom Games Institute Austria, dann können wir von Spielen wahnsinnig viel lernen: „Ich sehe Spiele als mehr als nur reine Unterhaltungsmedien. Jedes Spiel muss man lernen. Würden sich zum Beispiel Schulen an Spielen orientieren, dann würde das viel besser funktionieren. Ich kann Spiele gleichsetzen mit Schulbüchern, jetzt mal übertrieben gesagt.“

Ähnlich argumentiert eSports- und Gaming-Journalist Markus Richter beim eSports Roundtable im Virtual Dojo: „Fighting Games sind eine super Sache, um sich selber kennen zu lernen. Und da geht man so viele Aspekte an, um besser zu werden. Ich als Spieler bin so viele Stages meiner Entwicklung durchgegangen, was mich auch als Mensch besser gemacht hat. Und dann gibt’s noch andere Dinge wie Overwatch oder LOL, da lernst du sehr viel Teambuilding.“

Learning by Gaming DOJO 2

Angeregte Diskussion im Virtual Dojo Vienna

Learning by Gaming – soziale Kompetenz als zusätzliche Skills

Teambuilding geht auch Hand in Hand mit social skills, betont Viennality Organisator Georg Hatschka: „Gaming bringt sehr viel soziale Kompetenz!“ Überall ist dieser Approach aber noch nicht angekommen, bedauert er: „Wir haben schon mal überlegt, mit Fighting Games in die Schule zu gehen. Aber das Problem ist: Wenn du bei den Sponsoren hineinschreibst: ‚Fighting Games‘, dann sagen sie ‚Ach danke, interessiert uns nicht!‘“

Dass die Spielebranche um breitere gesellschaftliche Anerkennung ringt, ist nichts Neues. Mögliche Ansätze, dieser Skepsis entgegenzutreten, liefert Thomas Kunze: „Die ganze Liste der Kompetenzen, die man heute haben soll, bringst du in Gaming unter: Von Problemlösung über Digital Literacy bis hin zu Teamwork. Das Problem ist nur: Die Gamer sind sich dessen noch nicht bewusst!“ Dann muss man es ihnen eben ins Gedächtnis rufen, so wie Kriz Wattaul vom Virtual Dojo es beim eSports Roundtable tut: „Wir wissen, dass Menschen am besten spielerisch lernen!“

Learning by Gaming Thomas Kunze

Learning by Gaming – Thomas Kunze sieht Spiele als „neues Leitmedium“!

Games als neues Leitmedium!

Thomas Kunze ist, was seinen pädagogischen Ansatz angeht, in vielen Punkt ein Vordenker. Noch! Denn bald wird sich Einiges ändern, ist er sich sicher: „Man setzt teilweise jetzt schon Spiele im Assessment ein. In fünfzehn bis zwanzig Jahren wird das Gang und Gäbe sein!“ Und er geht noch einen Schritt weiter mit seiner Argumentation: „Wir müssen uns klar werden, dass das nicht irgendein Hobby ist. Games sind das Leitmedium unserer Generation!“

Einen ausführlichen Bericht zum eSports Roundtable gibt es kommende Woche in der Futurezone!

Liste aller Diskussionsteilnehmer:

Georg Hatschka – Organisator des Fighting Games Festivals „Viennality“
Jennifer Rassi – VCA (Vienna Challengers Arena), Vienna Comic Con
John Mörth – Gamers Academy Bad Vöslau
Dave Bars – Spieleentwickler
Thomas Kunze – Games Institute Austria
Fares Kayali – TU Wien – Institute of Visual Computing and Human-Centered Technology
Kriz Wattaul – Virtual Dojo Vienna
Markus Richter – eSports- und Gaming-Journalist