Österreichs Fenster in die eSports Welt

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Wacker Gaming startet mit einem Vize-Weltmeister und eBundesliga-Gewinner in die neue Saison

Erst vor wenigen Monaten hat Wacker Gaming das Licht der eSports Welt erblickt. Auch der aktuellste Transfer zeigt, dass man sich klare Ziele für den heimischen und internationalen eSport gesteckt hat und mit Top Spielern auf virtuellen Rasen für Erfolge sorgen möchte.

Florian Müller und Philipp Gutmann komplettieren den FIFA-Kader von Wacker Gaming. Damit ist die noch junge Gaming-Organisation mit Sitz in Innsbruck breit aufgestellt und setzt neben den Local Heroes Muhittin “WackerPanZa“ Yösavel, Emre “WackerEmre“ Avcu und Patrick “WackerTirolabua“ Kohlhaupt und einem Academy-Spieler auch auf zwei international erfahrene und erfolgreiche E-Sportler.

Die starken Neuzugänge im Wacker Gaming FIFA Team

Florian Müller stammt aus Hamburg und spielte zuletzt mehrere Jahre für den Schweizer Champions League Verein FC Basel. Der 21-Jährige startete seine FIFA-Karriere mit FIFA 06 und konnte schon früh internationale Erfolge feiern. Gerade einmal 18 Jahre wurde der Norddeutsche Vize-Weltmeister auf der Xbox und dadurch über Nacht zu einem der bekanntesten Gesichter der deutschsprachigen eSport Szene. Da er hauptsächlich auf der Xbox spielt, aber auch auf der PS4 aktiv ist, war er in den letzten vier Saisonen in der Global Series immer unter den TOP 60 der Welt.

Im Lauf seiner eSports Karriere hat er sich bereits zwei FIFA-Klub-WM Teilnahmen, ein FIFA Regionals Champion Titel, ein Goal Global eLeague Titel und einen ESWC Vizemeister-Titel geholt.

Florian “CodyDerFinisher“ Müller über seinen Wechsel zu Wacker Gaming: „Ich habe mich für den Wechsel zu Wacker Gaming entschieden, weil ich das Konzept dahinter extrem gut finde. Nach meinen ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen hatte ich sofort das Gefühl, dass wir hier gemeinsam sehr viel erreichen können. Wacker Gaming ist zwar eine sehr junge Organisation, aber die Ziele sind ambitioniert. Wir wollen Österreichs bestes Team werden und auch weltweit angreifen. Mit dieser Vision kann ich mich sehr gut identifizieren und ich bin mir sicher, dass wir das in diesem professionellen Umfeld und mit dem ganzen Staff im Hintergrund auch schaffen können.“

Philipp Gutmann feierte seine ersten Erfolge mit FIFA 17, als er unter anderem als erster Österreicher überhaupt in der FUT Champions Weekend League die Top 100 erreichte. Zeitgleich wurde er im Oktober 2017 Twitch Partner. Die ersten großen Erfolge folgten im Jahr darauf, als er mit dem SK Sturm Graz in der eBundesliga Teammeister wurde, sich für den FUT Champions Cup #1 in Barcelona und die VBL Playoffs qualifizierte.

In FIFA 20 wurde der gebürtige Steirer beim SK Sturm Graz Teamkapitän und unterschrieb auch seinen ersten Profivertrag. In diesem Jahr war er in der Global Series der zweitbeste Österreicher. Neben der eBundesliga Vizemeisterschaft im Einzelbewerb, qualifizierte sich Phil für die ersten zwei FUT Champions Cups und holte dabei eine Top 8 Platzierung. Am Ende der Saison landete er in der Global Series auf der Xbox weltweit auf dem 24. Platz.

„Wacker Gaming ist das größte E-Sport Projekt, das in Österreich aktuell forciert wird. Davon ein Teil sein zu dürfen, die Chance wollte ich einfach ergreifen. Mein absoluter Traum ist es, zur WM zu kommen und dort Österreich und Wacker Gaming zu vertreten. Für diesen Traum werde ich alles geben. Der Wechsel von meinem Heimatverein zu Wacker Gaming war natürlich ein emotionaler Schritt. Aber es war eine notwendige und wichtige Entscheidung, um mich weiter zu professionalisieren. Ich freue mich riesig auf die FIFA 21-Saison und die bevorstehenden Herausforderungen.“, so Philipp “Phil“ Gutmann zu seinem neuen Weg und seiner Entscheidung.

Der Spirit und das Engagement Rund um die neu gegründete eSports Abteilung ist in allen Bereichen spürbar

„Als wir vor 3 Monaten mit den Arbeiten an Wacker Gaming durchgestartet sind, haben wir uns als klares Ziel gesteckt, eine der professionellsten E-Sport Adressen des Landes zu werden. An dieser Vision arbeiten wir seitdem Tag für Tag. Umso mehr freut es mich, dass wir mit der Verpflichtung der beiden international erfolgreichen Athleten Phil und Cody unserem Ziel einen Schritt nähergekommen sind. Schlussendlich war es vor allem dieser professionelle Ansatz, der im Kern eine 360-Grad-Betreuung unserer Sportler beinhaltet, der beide dazu bewegt hat, ein Teil der Wacker Gaming Familie zu werden. Ich wünsche beiden Persönlichkeiten an dieser Stelle einen erfolgreichen Start in die neue Saison und freue mich auf eine leidenschaftliche Zusammenarbeit.“ Nikolaus Staudacher, Head of Gaming, zu den Transfers seiner Spieler.

Auch Felix Kozubek, Marketingvorstand FC Wacker Innsbruck, ist mit dem Transfer seiner Neuzugänge sehr zufrieden: „Mit Phil und Cody konnten wir nicht nur zwei erfahrene Top-Spieler, sondern zwei richtig lässige Typen für Wacker Gaming gewinnen. Beide haben national und international bewiesen, dass sie das dazu Zeug haben, um Titel zu gewinnen. Der E-Sport entwickelt sich rasant. Wer an der Weltspitze mithalten will, muss mental und körperlich topfit sein und täglich hart arbeiten. Cody und Phil haben gezeigt, dass sie dazu bereit sind und bringen viel Erfahrung mit. Davon werden auch unsere „Local Heroes“ profitieren. Dass beide Spieler auch im Content-Bereich sehr gut aufgestellt sind und eine starke Fanbase mitbringen, ist ein schöner Nebeneffekt. Es war von Anfang an unser großer Traum eines der stärksten FIFA-Teams Österreichs aufzustellen. Mit den Verpflichtungen von Phil und Cody sind wir diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen.“

Karriere in eSports: Wie geht das? Teil 11 – Marketing Manager

Marketing Manager ist ein Begriff, der in unserer heutigen Zeit und auch im eSport immer wieder fällt. Aber was genau ist es und wie kann man sich die Arbeit als Marketer vorstellen? Patrick Krippner von den Sissi State Punks ist darin Profi und für seine Partner eine absolut unverzichtbare Anlaufstelle für deren Projekte. Was seinen Beruf so facettenreich und gleichzeitig herausfordernd macht, erzählt er uns im Interview ganz genau.

Man wacht ja nicht eines Tages auf und sagt, ich werde Marketing Manager. Erzähl uns, wie du in die Branche gekommen bist.

Als Kind wollte ich immer Sportjournalist und Autor werden. Ich habe dann als kleiner Redakteur im Gaming-Bereich begonnen und für einige namhafte Print- und Online-Magazine geschrieben. Reich wurde ich dadurch aber nicht.

2008 wurde ich dann Community Manager bei fatfoogoo (heute unter Digital River basteln sie tolle Ingame-Shops, unter anderem für Guild Wars 2). Danach wechselte ich zu den Vier Pfoten International ins Online-Marketing und konnte weltweit unbezahlbare Erfahrungen sammeln. Als ich zu LAOLA1 als Online Marketing Manager kam, nutzte ich die Chance und führte dort den eSports Bereich ein, baute eine kleine Redaktion auf und versuchte das Thema Competitive Gaming der breiten Masse etwas näher zu bringen.

Die Arbeit machte mir zwar Spaß, doch meine Wege führten mich weiter zu einer der größten Medienagenturen der Welt. Bei der Omnicom Media Group durfte ich dann auf Director-Ebene ganze Teams leiten und Budgets in Millionenhöhe verwalten. Es war eine sehr interessante Erfahrung und lukrativer Job, aber trotz allem fehlte mir etwas.

Also gründete ich 2017 mit einigen Freunden WarKidZ eSports e.V.. Mir war schnell klar, was mir tatsächlich viel Spaß macht und meine Leidenschaft weckt. Also machte ich schließlich für mich den wichtigen Schritt, hängte meinen „Schlipsträger-Job“ an den Nagel und machte mich selbstständig.

Mit meiner Firma Continue Media mache ich nun endlich das, was mich erfüllt. Ich berate Firmen, schreibe Artikel, pitche und plane Projekte, bastle tolle Grafiken, Websites, halte Vorträge und Weiterbildungen und vieles mehr. Ich kann mich also endlich in allen Bereichen frei entfalten.

Einen Tag mit dir unterwegs… Wie kann man sich dein Daily Business vorstellen?

Wenn ich nicht gerade Grafiken bastle, aufwendige Videoreihen mit tollen Influencern produziere oder von einem E-Sport Event zum nächsten Reise, dann schreibe ich meistens. Zu meinen Kunden zählen Unibet, willla, ZTE und viele mehr. Ich habe also unter anderem mit Unternehmen zu tun, die bereits im E-Sport etabliert sind und meistens auch vor Ort auf großen Veranstaltungen spannende Aktionen mit mir gemeinsam planen.

Leider finden aktuell aufgrund der anhaltenden Covid-19 Pandemie keine Offline-Turniere statt, sodass ich im Moment sehr viel im Büro oder zu Hause vor dem Rechner sitze und für unsere neue Organisation Sissi State Punks arbeite, wo ich unter anderem für den kompletten digitalen Bereich zuständig bin.

Ich hoffe aber sehr darauf, dass ab nächsten Sommer wieder die ersten Events stattfinden können, denn das ist ein Part in meinem Beruf, der mir aktuell leider sehr fehlt. Die Stimmung in den gefüllten Stadien, die tollen Menschen und das Networking waren bisher das Schönste an meinem Job.

Du managst sehr viele Themen rund um Verein, Spieler, Veranstaltungen, Partner. Gibt es da einen eSports Moment an den du dich gerne erinnerst oder tricky war und du ihn trotzdem gestanden hast?

Für mich ist es immer wieder krass, wenn ich Backstage auf großen Turnieren einige Profi-Spieler oder Caster treffe. Ich bin halt auch Fan. Einer meiner schönsten Momente war es, als mein Team auf der Austrian Comic Con 2019 in League of Legends die Unicorns of Love besiegten. Ab hier wusste ich, dass ich davon mehr möchte. Und nun spielen wir gegen Top-Organisationen wie G2, TeamSecret oder Rogue. Das fühlt sich einfach grandios an.

Patrick und seine WarKidZ auf der Dreamhack Leipzig 2020

Vor wenigen Wochen durften wir die Gründung der Sissi State Punks live miterleben. Auch hier warst du mit deiner Expertise stark involviert. Welchen Part hast du hier als Marketing Manager übernommen?

Es wirkte für viele, als wäre die Aufgabe meiner alten Organisation kurzfristig geschehen, doch wir planten bereits seit 2019 an etwas Größerem, konnten aber nicht allzu viele Menschen involvieren, da sich Gerüchte innerhalb der österreichischen Szene wie ein Lauffeuer verbreiten. Also arbeiteten wir im Hintergrund an einer Neugründung beziehungsweise einer Zusammenführung beider Organisationen (TKA und WarKidZ). Mit den WarKidZ waren wir an einem Punkt angelangt, wo wir mit unserer Manpower nicht mehr weiterkommen konnten. Ähnlich erging es den Leuten von TKA.

Also schlossen wir uns zusammen und tüftelten eine Storyline aus. Es hat mit kleinen öffentlichen Streitereien begonnen, sodass sogar der ESVÖ eine E-Mail an seine Mitglieder ausschickte mit der Bitte, wir sollten alle nett zueinander sein. Wir wollten das Ganze bis zum Launch auf die Spitze treiben, doch Corona hatte hier etwas dagegen.

Wir mussten rasch umplanen und von einer gigantischen Party mit Live-Bands und vielem mehr wurde ein Stream in familiären „Szenekreis“.

Hier war selbst ich machtlos und mit meinem Latein am Ende. Doch dank unserem Partner Monster Energy und allen Leuten, die im Hintergrund nächtelang durchgearbeitet haben, konnten wir das Beste aus der Situation herausholen und einen grandiosen Launch-Stream mit Veni und Co. zaubern.

Was würdest du jungen Mitstreitern in der Szene empfehlen, wenn sie sich in die Welt des Marketings entwickeln möchten?

Seid kreativ und bewusst anders. Traut euch ruhig gegen den Strom zu schwimmen und pfeift auf allgemeines Marketing-Blabla. Macht coole Aktionen, die euch Spaß machen und zeigt den Leuten, die glauben, es besser machen zu können ruhig mal den “Mittelfinger“. Doch das Allerwichtigste: Bitte seid ehrlich, wenn es dann um Zahlen geht! Bleibt authentisch und erklärt gerne auch einmal, wieso etwas nicht so funktioniert hat. Falsche Daten bringen uns in der Szene nur alle in Schwierigkeiten.

Abschließend. Die Sissi State Punks sind jetzt schon stark unterwegs. Auf was dürfen wir uns als Nächstes freuen?

Demnächst wird unser Merch Shop endlich online gehen und wirklich jeder sollte spätestens zu Weihnachten ein Päckchen von Xoose unter dem Weihnachtsbaum haben. Hier werden wir bald richtig coole Kleidung präsentieren.

Selbstverständlich wird die nächste GSA-Season wieder ein absolutes Highlight werden, wenn wir erneut gegen G2, Rogue und Team Secret antreten dürfen. Aber auch in CS:GO, Tekken und Super Smash Bros. Ultimate werden unsere Jungs demnächst zu Höchsttouren auffahren.

Ein paar neue Partner warten auch bereits auf ihre Ankündigung. Am besten ihr verfolgt einfach unsere Socials und bleibt immer Up to date!

PS: Für alle die es nicht mehr erwarten können. Der Sissi State Punk Shop ist schon am Start.

INFOLINKS

Novaletic Kooperation mit plan-B esports

Neben der richtigen Strategie, das Wissen um sein Spiel, Taktik und Teamgeist rückt auch die körperliche Fitness der Spieler in den österreichischen eSports Vereinen und Organisationen immer mehr in den Fokus. Dominik Heinrich (Gründer von Novaletic) besuchte das CS:GO Team von plan-B bei ihrem Bootcamp im Raven Esport House.

„Unser Projekt ist die Unterstützung von Leistungssportlern bei einer erfolgreichen Karriere…“

So Dominik Heinrich beim ersten Treffen mit dem CS:GO Team von plan-B esports


Das Team von Novaletic legt in seinem Programm viel Wert auf Verletzungsprävention und der Verbesserung des neurovisuellen Bereiches der SpielerInnen. Hand und Augenkoordination spielt vor allem im eSport eine große Rolle, daher macht der Novaletic Gründer mit Spielern viele Tests und Übungen, um den jungen Profis aufzuzeigen, woran sie arbeiten können. Als wichtigste Aufgabe hat sich der junge Unternehmer und sein Team gesetzt, die Vernunft der Athleten anzuregen, damit sie für sich mehr Fokus auf Gesundheit und Fitness setzen.

Trainingssession mit plan-B esports und Novaletic

,,Die Partnerschaft mit Novaletic eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Spieler körperlich und geistig auf die Herausforderungen des modernen E-Sports vorzubereiten und präventiv Verletzungen vorzubeugen. Durch diese Partnerschaft werden unsere Spieler zukünftig auch auf offline Events einen besseren Support durch Betreuung vor Ort erhalten. Es freut mich sehr, diesen Schritt gemeinsam mit Novaletic gehen zu können, und ich bin gespannt, wie sich unsere Spieler durch diesen Support steigern können.’’, so Josef Pfemeter, Obmann von plan-B esports.

Karriere in eSports: Wie geht das? Teil 10 – Rechtsanwalt

eSports und Recht? Für Spieler, Organisationen, Veranstalter oder auch länderübergreifend ist rechtliche Gewissheit und Regulierung unerlässlich. Wir nehmen gerne an, dass Recht im eSport eine „trockene Geschichte“ ist. So ist es aber nicht! Denn es ist spannender und facettenreicher, als man auf den ersten Blick vermutet. Im Interview mit Urim Bajrami von Stadler Völkel Rechtsanwälte, eine der ersten Kanzleien, die sich dem Thema eSport in Österreich angenommen hat, erzählt er uns von seinem Start in die Welt des eSports und wie der Alltag als Rechtsanwalt in der Szene aussieht.

Wie bist du, als Jurist, in die eSports-Szene gekommen?

Das hat sich einfach so ergeben, weil ich schon seit Jugendjahren gerne spiele und früher auch an eSports-Wettbewerben teilgenommen habe. Ich habe damals im Jahr 2014, viel Hearthstone gespielt und war im Team die Anlaufperson, wenn es um rechtliche Themen ging. Besonders ist mir zu dieser Zeit aufgefallen, dass viele der Spielerverträge von Teams nicht wirklich aus „juristischer“ Hand stammen, sondern vielmehr von Teamownern im Selbstgang mittels diverser Muster aus dem Internet erstellt wurden. Da habe ich natürlich gerne meinen rechtlichen Input geliefert.

Insbesondere erinnere mich während dieser Zeit an den Fall des bekannten Hearthstonespielers Thijs „Thijs“ Molendijk, den ich rechtlich dabei unterstützt habe, aus seiner ehemaligen Organisation auszutreten. Damals wusste ich schon, das macht mir Spaß und ich kann hier echten Mehrwert bieten. Vor allem Spieler sind rechtlich unterrepräsentiert und haben in ihren jungen Jahren auch noch keine Erfahrungen mit rechtlichen Angelegenheiten.

Im Rahmen meiner Rechtsanwaltsausbildung habe ich daher einen besonderen Fokus auf die rechtlichen Aspekte gelegt und bin der eSports-Szene stets verbunden geblieben. Vor über zwei Jahren habe ich dann bei Stadler Völkel Rechtsanwälte die Gelegenheit bekommen, eine eSports- & Gaming-Abteilung aufzubauen und darf diesen Bereich seitdem auch führend leiten. Dies ist wohlgemerkt keine Selbstverständlichkeit, da die meisten Kanzleien mit eSports sowie anderen neuen innovativen Themen nichts anfangen können. Arthur und Oliver (die beiden Gründungspartner der Kanzlei), gefielen jedoch meine Ideen sehr gut.

Wie kann man sich die Tätigkeit als Jurist im eSports-Bereich vorstellen?

Es handelt sich um eine sehr abwechslungsreiche und herausfordernde Arbeit. eSports ist in rechtlicher Hinsicht eine sogenannte Querschnittsmaterie, das bedeutet, dass sich rechtliche Fragen in den unterschiedlichsten Rechtsgebieten stellen (Vereinsrecht, Steuerrecht, Veranstaltungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht usw.). Es ist zudem ein Bereich, der in Österreich aus juristischer Sicht immer populärer wird. Dadurch sind viele Dinge noch nicht geklärt und die Kommunikation mit den österreichischen Behörden, die damit oft wenig anfangen können, ist nicht immer leicht. Umso mehr Spaß macht mir zusätzlich zur juristischen Tätigkeit auch Aufklärungsarbeit zu betreiben.

Unsere Mandantenstruktur ist sehr vielseitig. Wir vertreten und betreuen unter anderem Spieler, eSports-Organisationen und Wettunternehmen.

Für Spieler prüfe und verhandle ich vor allem Spieler- und Sponsoringverträge aus. Ich übernehme zudem oft die Kommunikation nach außen und helfe ihnen auch in allen sonstigen rechtlichen Dingen, die nicht unbedingt mit eSports zu tun haben. eSportler sind zudem oft Influencer, wodurch sie auch hier rechtliche Unterstützung benötigen (von Werbevorschriften auf Social Media-Plattformen bis hin zum klassischen Mietrecht).

Ebenso unterstütze ich Teams vordergründig in vertraglichen Angelegenheiten mit Spielern und Sponsoren. Wettunternehmen berate und unterstütze ich gemeinsam mit Arthur und seinem Team beim Einstieg in den österreichischen Wettenmarkt und dem rechtlichen Set-up von Wettplattformen.

Abgesehen davon publiziere ich in juristischen Fachzeitschriften, trage regelmäßig zu eSports bei Veranstaltungen vor und engagiere mich ehrenamtlich beim österr. eSport Verband – ESVÖ, wo ich das Legal Board leite und dem Vereinsvorstand bei rechtlichen Angelegenheiten zur Seite stehe.

Was würdest du einem Einsteiger in die Profiszene empfehlen? Gibt es erfahrungstechnisch schon in den Organisationen und Teams juristische Ansprechpartner?

Einsteigern würde ich besonders am Anfang empfehlen, sich die Sache sehr genau anzusehen, da es vor allem in Österreich noch besonders schwer ist, sich damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nur wenn man es an die Weltspitze schafft, hat man eine Chance, langfristig davon als eSportler zu profitieren. Zudem ist die Konkurrenz besonders groß, daher reicht Talent alleine einfach nicht aus. Professionell betriebener eSport besteht aus sehr harter Arbeit, die man tagtäglich in die Verbesserung seiner Fähigkeiten und Kenntnisse in der jeweiligen Disziplin investieren muss. Meiner Meinung nach sollte man jedoch stets versuchen, seine Träume zu verwirklichen.

Jungen Spielern empfehle ich daher oft, sich ein „Timelimit“ zu setzen, beispielsweise ein halbes bis ein Jahr und sich in dieser Zeit ausnahmslos auf sein Training und sein Spiel zu konzentrieren.

Nach Ablauf des gesetzten Zeitrahmens muss man ein Resümee ziehen und für sich selbst überprüfen, ob sich all die harte Arbeit ausgezahlt hat (etwa in Form von Preisgeldgewinnen oder eines lukrativen Spielervertrags), wenn ja, weitermachen und Kurs halten, wenn nicht, würde ich einen Gang runterschalten und mir das alles nochmals durch den Kopf gehen lassen. Es ist wie gesagt sehr hart um an die Spitze kommen und man muss praktisch alles dem Spiel unterordnen, wenn man zu den Besten gehören will.

Leider gibt es in den heimischen eSports-Organisationen noch keine juristischen Ansprechpartner. Das liegt einfach daran, dass Teams noch nicht die Anerkennung und den finanziellen Back-up haben, um Mitarbeiter anstellen und bezahlen zu können. Ich würde mir jedenfalls sehr wünschen, dass unsere eSports-Teams eines Tages eigene „Rechtsabteilungen“ haben, das würde auch mir als Rechtsanwalt meine Arbeit erleichtern. Auch hier möchte ich meinen Beitrag leisten, dass sich unsere Teams noch weiter professionalisieren können.

International ist es schon sehr wohl üblich, dass eSports-Organisationen auch eigene juristische Abteilungen haben. Ich betreue beispielsweise eine international sehr erfolgreiche eSports-Organisation bei rechtlichen Angelegenheiten in Österreich. Dabei kommuniziere ich fast ausschließlich mit dem Leiter der Rechtsabteilung, der selbst Rechtsanwalt ist. Der fachliche Diskurs auf internationaler Ebene und das gemeinsame Erarbeiten von sachgerechten Lösungen bereitet mir dabei besondere Freude.

Was war juristisch dein persönlich schönstes Highlight in der eSports-Szene?

Wir Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen sind standesrechtlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Aus diesem Grund ist es mir leider nicht möglich, konkrete Ereignisse meiner täglichen Arbeit als Rechtsanwalt zu erzählen, die für mich als „persönlich schönste juristische Highlights“ zu qualifizieren wären. Es bereitet mir jedenfalls große Freude, wenn ich für meine Mandanten die gewünschten Ergebnisse liefern kann. Das ist für mich die größte Anerkennung in meinem Beruf.

In meiner Verbandstätigkeit als Legal Board des ESVÖ durfte ich dieses Jahr meinen rechtlichen Input für die geplante Arbeitsgruppe der Bundesregierung im eSports liefern. Diese soll aller Voraussicht nach im Spätherbst dieses Jahres ins Leben gerufen werden. Ich sehe es als unglaubliche Chance für uns alle, um im eSports-Bereich rechtlich Klarheit zu schaffen, und freue mich auf die Herausforderungen, die noch auf uns alle zukommen.

Weiters durfte ich wiederum als Teil des ESVÖ an der Gründung des europäischen eSports-Verbands in Brüssel im Februar 2020 mitwirken. Auch das stellt ein besonderes persönliches Highlight für mich dar, zumal hier im Vorfeld zahlreiche Treffen der nationalen Verbände und viel Vorarbeit geleistet werden musste, bevor es zu einer gemeinsamen Einigung kam.

Was würdest du jungen Menschen mitgeben, die sagen… Recht und eSports, das will ich auch!

Go for it! eSports ist auch in Österreich gekommen, um zu bleiben. Das heimische eSports-Ökosystem wird stetig weiterwachsen und für zahlreiche Berufsfelder neue Chancen bieten. Auch für Juristen und Juristinnen erschließen sich damit spannende Betätigungsfelder. Neben einem Studium der Rechtswissenschaften würde ich empfehlen, schon bereits während des Studiums Kontakte zu knüpfen – denn nichts geht über gute Kontakte im eSports-Bereich – und erste einschlägige Arbeitserfahrungen bereits während des Studiums zu sammeln.

Wir von Stadler Völkel Rechtsanwälte bieten regelmäßig motivierten Studenten und Studentinnen, die für das Thema „eSports & Gaming“ brennen, die Chance eines Praktikums in diesem Bereich. Zuletzt hatten wir über die Semesterferien für drei Monate einen Vollzeitpraktikanten, der uns in eSports-Causen unterstützt hat und auch generell in den Rechtsanwaltsberuf hineinschnuppern konnte. Aber auch während des Semesters haben wir Studenten und – Studentinnen, denen ein Einblick in eSports gewährt wird.

Infolinks

Karriere in eSports Teil 9 – Produktion

TKA E-Sports und WarkidZ gründen die SISSI STATE PUNKS

Die in Österreich und auch im DACH Raum erfolgreichen österreichischen eSports Vereine TKA E-Sports und WarkidZ gründen einen neuen, gemeinsamen Verein, die SISSI STATE PUNKS. Mit neuer Struktur und den besten Spielern aus beiden Vereinen wird man zukünftig noch stärker auf internationalem Parkett auftreten. eSports.at durfte exklusiv mit den Gründern zu ihrer neuen Organisation sprechen.

TKA und WarkidZ – die Erfolgsstory zweier großen eSports Vereine

TKA wurde bereits 2003 gegründet und entwickelte sich sehr schnell zum größten Battlefield Clan in Österreich. 2007 sorgte man neben dem Europa Cup Sieg in der in der Clanbase der Battlefield Squad auch in der deutschen EPS (ESL Pro Series) für große Aufmerksamkeit. 2012 gab es für den Verein aufgrund der Inaktivität wichtiger Member ein ungewolltes Ende. 2018 wurde dem Verein durch TKA E-Sports Obmann Günter „Birdy“ Vogel dank einer Neustrukturierung neues Leben eingehaucht.

In der kurzen Zeit von 2 Jahren hat sich TKA im DACH Bereich zu den Top Teams wieder hochgearbeitet und man findet nun die Teams in den höchsten Ligen. Den aktuellsten Erfolg feierte TKA dieses Jahr in der 15. Saison der 99Damage Liga. Hier konnte sich das CS:GO Team den zweiten Platz erkämpfen.

WarkidZ wurde 2017 gegründet und erreichte binnen kürzester Zeit einen Turniersieg nach dem anderen. Neben zahlreichen nationalen Erfolgen (2. Platz Red Bull pLANet One CS:GO Turnier, 1. Platz ESF League of Legends Turnier, 1. Platz ACC Masters of eSports), konnte man ab 2019 sogar internationale Erfahrung sammeln. So traf man auf der DreamHack 2019 in Rocket League auf Gegner wie Cloud9. Seit 2020 machen die Wiener Rainbow Six: Siege international unsicher und spielen in der GSA League von Ubisoft gegen Top-Teams wie G2 eSports, Rogue und Team Secret.

Günter „Birdy“ Vogel und Mario Garstenauer

Birdy wird seine Erfahrung als Obmann auch bei SSP weiterführen. Mario wird als Lead of Esports Themen wie Ligascheduling, Offline Events und die Betreuung der Teams übernehmen.

Patrick Krippner

Patrick ist als Lead of Digital für alle Themen die Marketing, Social Media und deren Kommunikation verantwortlich.

Georg Hatschka

Georg oder in der Szene bestens bekannt als der „Hatschka“ wird als kreativer Kopf im SSP Team Content Director.

Wann kam es zur Idee zum Zusammenschluss beider Vereine? Getrennt waren beide Organisationen ja auch erfolgreich.

Birdy: Es gab bereits 2019 erste Annäherungsversuche. Konkret wurde alles jedoch im Februar 2020 auf der DreamHack Leipzig. Dort spannen wir die Idee, unsere Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln und dadurch etwas Einzigartiges in Österreich zu schaffen. Getrieben von dem Tatendrang, im heimischen eSport etwas zu bewegen, spornte uns Hatschka permanent an, diese Gespräche zu vertiefen.

Die Gründung von einem großen Vereinen und seiner Struktur ist kein Kinderspiel. Wie viel Zeit haben euch die Vorbereitungen bis zum heutigen Tag gekostet?

Mario: Bis heute hat uns das Projekt wohl mehr Nerven und Zeit gekostet als die anderen beiden Organisationen bisher. Aber es wird sich auszahlen. Wir planen Großes und freuen uns auf eine tolle, gemeinsame Zeit.

Wie seid ihr auf den neuen Namen SISSI STATE PUNKS gekommen?

Patrick: Die Namensfindung ist immer ein schwieriger Prozess. Wir haben es aber zu fünft (Birdy, Mario, Hatschka, David (Grassl) & Ich) sehr schnell geschafft, einen geeigneten Namen zu finden. Die Idee kam vom Hatschka und wurde relativ rasch fixiert.

Sissi State Punks Announcement Video

Es gab in den letzten Tagen auf Twitter & Co. einige Teaser zu den SISSI STATE PUNKS. Wofür steht #SSPisPUNKROCK? Was verbindet ihr damit?

Hatschka: #SSPisPUNKROCK soll zeigen, dass wir aus dem klassischen eSport-Trott aussteigen und etwas ausgeflippter als der Rest sein möchten. Außerdem soll es auch unseren Bezug und die Liebe zur FGC (Fighting Game Community) zeigen. Mit Zaza und MrCroft haben wir zum Beispiel zwei der besten Tekken Spieler Europas in unserer Mitte. Aber auch unsere SSBU (Super Smash Bros. Ultimate) Spieler können sich sehen lassen.

Was sind die Ziele der SISSI STATE PUNKS? Welche Games werden im neuen Verein dabei sein und welche Ligen wollt ihr in neuer Stärke besonders aufmischen?

Mario: Wir haben uns lange unterhalten, wie wir starten, welche Ligen sich zum Launchdate eventuell überschneiden. Entschieden haben wir uns schlussendlich dazu, zum Start die Schwerpunkte der beiden Organisationen bei SSP zu übernehmen. Das bedeutet, dass wir in CS:GO mit dem EX-TKA Lineup (CS:GO Main) und dem TKAxWarKidZ (Young Punks) sowie in Rainbow Six: Siege mit dem ehemaligen WarKidZ-Roster vertreten sein werden. Bei den Fighting Games werden wir uns zukünftig breiter aufstellen, zu Beginn jedoch wird man uns in Tekken 7 sowie Super Smash Bros. finden.

Wo wird man den ersten Auftritt der SISSI STATE PUNKS mitverfolgen können?

Patrick: Leider wurden aufgrund der aktuellen Corona-Situation großartige Veranstaltungen verschoben, auf die wir uns bereits gut vorbereitet hatten. Wir haben zum Beispiel geplant, auf der VulkanLAN sowie auf der VCA groß aufzutrumpfen. Das ist dank Covid hinfällig und so hoffen wir, dass wir auf der DreamHack Leipzig 2021 erstmals offiziell auch offline vertreten sein können. Online geht es für unser CS:GO Mainteam normal mit der ESLM, sowie 99Damage weiter und auch unser vorzeitiges gemeinsames Projekt, unserem Nachwuchs CS:GO Team erwartet eine vielversprechende Saison in der 99Damage Div 2. Außerdem freuen wir uns auf eine weitere Season der GSA und andere Turniere in Rainbow Six: Siege.

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Karriere in eSports: Wie geht das? Teil 9 – Produktion

Jedes Event steht und fällt mit ihrer Produktion. Aber was ist dahinter? Wie wird man Herr der Lage und hat technisch immer alles unter Kontrolle, um uns zu Hause, On Stream oder am Smartphone Teil eines eSports Event sein zu lassen. Michael Fuchs ist mit seiner Produktionsfirma Netrock Entertainment in der österreichischen eSport Szene verankert und hat sich auch schon auf einigen internationalen Veranstaltungen bewiesen. 

Wie hat es sich ergeben, dass du eSport Veranstaltungen produzierst?

Meine erste Produktion war 2014, ein CS:GO Turnier. Damals noch mit Austrian Force e-Sports. Es kamen noch einige weitere hinzu, bis Anfang 2018. Zu der Zeit musste ich mich entscheiden, Beruf oder Streaming, da nach und nach Anfragen und Aufträge auf mich zugekommen sind und ich es neben meinem damaligen Job nicht mehr stemmen konnte.

Ich habe mich Mitte 2018 Selbstständig gemacht und begonnen, die ersten Events hauptberuflich zu produzieren. Bis Ende 2019 konnte ich mich in der österreichischen Szene ziemlich gut etablieren. Da wir damals bei Austrian Force e-Sports sehr viele eSports Events selber veranstaltet haben und ich sehr viel Spaß dran hatte, wollte ich auch unbedingt wieder als Veranstalter auftreten und nicht nur als Dienstleister.

Um das tun zu können, habe ich mit meiner Firma das Projekt NetRock GG gegründet. Mit NetRock GG will ich natürlich auch das Umsetzen, auf was ich Bock habe. Derzeit läuft eine sehr erfolgreiche PUBG Liga, aber auch Turniere mit anderen Games wie Valorant oder Doom Eternal durfte ich schon produzieren und begleiten.

Ein Event zu Übertragen stellen sich viele einfach vor. Kamera an und wird schon gut gehen. Wie viel steckt wirklich dahinter?

Ich könnte hier jetzt erzählen, wie genau ein Stream aufgebaut ist, aber das wäre zu technisch. Am besten versteht man den Aufwand, wenn man die Zeit auflistet, die dahinter steckt. Ich habe das Glück seit der ersten Stunde bei der eSports League Austria mitwirken zu dürfen.

Wenn eine neue Season losgeht, bekomme ich meistens 1 bis 2 Monate vor Start den ersten Anruf. Gefolgt von einigen Meetings fangen ein paar Wochen vor dem ersten Stream mit der Gestaltung der Overlays, also die Grafiken, Bilder und alles, was in den Stream soll, an. Das kann schon gut 60 bis 70 Stunden dauern, bis alles fertig ist.

In der Zwischenzeit wird auch der Zeitplan finalisiert, unzählige E-Mails und Anrufe mit allen beteiligten Partnern geschrieben und Testläufe von Equipment und einzelnen Abläufen durchgeführt. Je nach Veranstaltung wird dann meistens 2 Tage vor dem ersten Stream-Start aufgebaut. Ab dem Zeitpunkt wird so ziemlich durchgearbeitet, bis die Produktion vorbei ist.

Für mich gibt es kein schöneres Gefühl, eine erfolgreiche Produktion abgeschlossen zu haben. Wenn man das Produkt, also die Liveaufzeichnung sieht und merkt, dass sich all die Mühe gelohnt hat.

Was war deine bisher größte Herausforderung bei einem Live Event?

Das war ganz klar mit der Formel 1. Ich durfte für die Formel 1 eine kleine Produktion machen. Die Anforderung war ein Live Signal von der jeweiligen Strecke von der Boxengasse Live zu Streamen, aber wegen Corona durfte niemand hinein. Das Equipment musste der Boxen Crew übergeben werden, und sie müssten auf unsere Anweisung hin alles bedienen.

Es passieren so viele Dinge unter einem Event. Hast du ein Highlight an das du dich gerne erinnerst?

Ich glaube mein größter Erfolg bis heute war die Zusammenarbeit mit RIOT selbst bei der Primertour Ende 2018 auf der VCA in Wien. Ich habe so viel lernen dürfen und eine Produktion für Teams wie Mousesports, Euronics Gaming oder BIG zu produzieren war einfach der absolute Hammer.

Eine Produktionsfirma zu starten ist keine leichte Aufgabe. Was würdest du jemanden empfehlen, der ebenfalls in diese Richtung gehen möchte? Ausbildung Vs. Learning by Doing?

Eine richtige Ausbildung in Sachen live Streaming, besonders im Bereich eSports und Gaming für Twitch oder YouTube, gibt es nicht. Es hilft aber ein großes Vorwissen im Bereich Kameras, Objektive, Beleuchtung und Video Formate zu haben. Hier gibt es einige Studiengänge, die einem beim Einstieg in die Streamingwelt helfen können. Alles Weitere ist reines Learning by Doing. Man muss sich auf jeden Fall im Klaren sein, dass man sehr viel Lehrgeld zahlen wird und viel experimentieren muss. Aber das macht es wiederum auch so unglaublich interessant.

Abschließend: Wo werden wir dich mit Netrock GG als nächstes live erleben?

Durch die derzeitige Situation wird man mich auf einem offline Event eher weniger sehen können, vielleicht auf der Vulkan LAN, wenn sie stattfindet. Aber online könnt ihr uns gerne bei der PUBG Dach Open live mitverfolgen. Eine Eigenproduktion, die wir Anfang des Jahres gestartet haben und die mittlerweile schon in der dritten Season ist.

Infolinks

Karriere in eSports Teil 8 – Fitness Trainer