Österreichs Fenster in die eSports Welt
TKA mit ihrem Sponsor Monster Energy!

TKA – Die Veteranen im Interview!

Nachdem wir uns in der letzten Woche mit dem Team, das niemals aufgibt, beschäftigt haben ist heute eine Organisation an der Reihe, die länger im eSports vertreten sind als der Großteil aller Protagonisten in der Szene: TKA. Wir haben uns mit Mario Garstenauer über die lange und glorreiche Historie einer Institution unterhalten!

eSports.at: Wer seid ihr und was macht ihr?

Mario Garstenauer: TKA eSports (They Kick Ass) ist eine der ältesten und erfolgreichsten eSports-Organisation in Österreich. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Talente in verschiedensten Titeln zu fördern sowie mit erfahrenen Teams und Spielern im internationalen Umfeld mitzumischen. Nach einer knapp sechsjährigen Inaktivität haben Günther und ich uns letztes Jahr dazu entschlossen den Verein mit ehemaligen TKA-Mitgliedern neu aufzubauen und Schritt für Schritt wieder in die semiprofessionelle Szene einzusteigen. Viele weitere Sachen sind noch geplant oder befinden sich gerade in den Endphasen, aber da müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.

Wie ist eure Organisation entstanden?

TKA wurde 2003 von Günther „Birdy“ Vogl als Hobby-Clan mit Battlefield-Fokus gegründet. Über die Jahre entwickelte sich TKA aber ständig weiter, wodurch wir auch bald ordentlich in der eSports- Szene mitmischten. Unsere Teams waren auch in Call of Duty, CS 1.6 und CS Source aktiv. Wir haben viele Erfolge verzeichnet mit den verschiedensten Teams in der damaligen Electronic Pro Series Alpen, waren Europameister in Battlefield, erzielten unzählige Lan-Siege sowie Top-Platzierungen auf den unterschiedlichsten Events.

TKA-Gründer Mario Garstenauer und Günther Vogl
Die Chefs von TKA: Mario Garstenauer und Günther Vogl!
Foto: TKA

Wie ist derzeit der Stand in den jeweiligen Squads? In welchen Ligen sind die Teams vertreten und welche Erfolge gab es schon zu verzeichnen?

In CS: GO sieht es für uns im Moment sehr gut aus. Nach einigen Startschwierigkeiten sind wir nun mit unserem deutschen Lineup in die erste Division der 99Damage Liga aufgestiegen. Im Herbst wird unser Team noch in anderen Ligen teilnehmen und auch auf einige Events fahren.

Im Fighting Games-Bereich sind die großen Smash-Titel bei uns beheimatet. In Melee ist Timi der Top-Spieler in Österreich, der jetzt auch im aktuellen EU-Ranking auf Platz 15 eingestuft ist. Außerdem wurde er letztes Jahr auch nach Seattle zu einem der größten Melee Events der Welt eingeladen. Im neuen Smash-Titel, Ultimate, haben wir ebenfalls zwei sehr starke Österreichische sowie deutsche Spieler bei uns. Rabaan und Buzi sind auf jedem Smash-Event in Österreich anzutreffen. Komori und Snormanda versuchen sich in Deutschland. Snormanda war auch in der dritten Season der A1 einer der Finalisten in Wien.

In League war es für uns bis jetzt ein Auf und Ab, aber das lag wohl daran, dass dieses Game für uns am Anfang noch komplettes Neuland war. Nach dem Gewinn der zweiten Season der eSports League Austria mit unserem damaligen Lineup haben wir in der Summoners Inn Liga sowie in der zweiten Division der ESL Meisterschaft gespielt. Aktuell haben wir ein deutsches Academy Team bei uns und sind dabei ein starkes Main-Roster aufzubauen, dass für uns in der kommenden Season sowie der neu entstehenden Riot-Liga an den Start geht.

Dann haben wir noch unsere beiden Hearthstone Spieler Khamul und SebastianJo bei uns. Auch diese beiden gehören zu den stärksten Österreichern, das merkt man auch an den Ergebnissen. Khamul war vor zwei Monaten in Las Vegas bei den Hearthstone Masters, Sebastian war bei den WCG Finals in Athen und hat sich letzte Woche für die Hearthstone Masters in Bukarest qualifiziert.

Das CS-Team von TKA, als sie den ersten Platz beim ESF errungen haben!
Das CS-Team von TKA, als sie am ESF gegen NLG den ersten Platz errungen haben!
Foto: TKA

Habt ihr auch Events organisiert? Wenn Ja, welche?

Früher, in unseren Anfangszeiten, gab es eigene TKA Lans, da war die Szene noch nicht so aktiv. Später, als TKA schon größer war, hat Günther in seiner Funktion als Head Admin in der damaligen ESL Alpenserie bei vielen offline Finals mitgearbeitet. Seit dem Neustart haben wir bis jetzt nur ein Event veranstaltet. Zusammen mit Decamp Gaming haben wir den Greenfield Rocket League Cup ausgerichtet. Das Preisgeld betrag beachtliche 1.800 Euro.

Wie läuft für euch die Sponsorensuche? Habt ihr schon zuverlässige Partner an Land ziehen können und wo herrscht verbesserungsbedarf?

Sponsorensuche ist so eine Sache, und bestimmt auch das Interessanteste für viele. Ich habe ja bereits ein Interview gegeben, in dem ich einige Informationen bereitgestellt habe. Mit unseren Partnern Monster Energy, Proworx und Cunia hatten wir eine sehr gute Zusammenarbeit bis jetzt. Wir sind trotz allem aber erst bei dem Minimum was unsere Ziele betrifft. Mit Monster Energy haben wir natürlich einen Partner, der international nur mit Top Teams zusammenarbeitet und somit haben wir schon automatisch ein viel besseres Ansehen bei der Partnersuche. Wir sind auch bereits in Verhandlungen mit neuen, potenziellen Partnern, dazu wird es in den nächsten Wochen die ersten News geben.

Was hebt euch eurer Meinung nach vom Rest der eSports-Landschaft in Österreich ab?

Das ist eine schwierige Frage, die ich so einfach nicht beantworten kann. Grundsätzlich ist es mal sicher die Erfahrung des Vorstands und des Managements. So gut wie alle Vorstandsmitglieder sind schon sehr lange im eSports aktiv und haben so gut wie jede Station im eSports durchgemacht, vom (semi-) professionellen Spieler über Teamcaptain, Team-Manager oder eben als Organisation. Wir haben eine sehr gute Mischung aus “alt” und jung und somit immer wieder andere Zugänge und viele Inputs, wenn wir ein Projekt abarbeiten. Deshalb passiert es uns eher nicht, dass man stur eine Linie durchzieht, sondern eben auch viele andere Ansichten zu einem Thema hat. Unser komplettes Management gibt 120%, so gut wie jedes Offline-Event wird begleitet und jeder Spieler wird individuell gefördert. Wir haben alle das gleiche Ziel und arbeiten zusammen dafür!

Das TKA-Smash Team bei einem ihrer unzähligen Training-Sessions!
Hochmotiviert und zielstrebig, das zeichnet TKA aus!
Foto: TKA

Warum glaubst du, ist der eSport im Westen eher unterrepräsentiert im Vergleich zum Osten?

Das war damals schon so. Die ganzen großen Lans haben sich in Oberösterreich und der Steiermark abgespielt. Sei es die legendäre Nur48hLan in Gleisdorf, die Dot Lan in Ried oder auch die Evolutiondays in Kremsmünster. Die einzige Ausnahme war damals die Alpcon in Tirol, aber auch diese Veranstaltung hat sich nicht lange gehalten. Warum und wieso kann ich so genau gar nicht sagen. Zumindest gibt es jetzt doch einen großen Schub im Westen mit den unterschiedlichen Projekten und Vereinen. Ich denke es wird noch ein wenig dauern, aber dann ist der Westen um nichts mehr hinten nach.

Willst du zum Abschluss noch etwas los werden?

Ja! Ich möchte mich bei jedem meiner Management-Mitglieder sowie unseren Partnern bedanken. Ihr seid das, was TKA ausmacht! Besonders bei Günther muss ich mich bedanken. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, ziehen wir zwei “Alten” das zusammen durch und lassen uns nicht beirren! Selbstverständlich bin ich auch sehr stolz auf meine Teams und jeden einzelnen Spieler! Die Leistung und Einsatzbereitschaft, die sie an den Tag legen, motivieren mich persönlich auch sehr. Deshalb wollen wir ihnen das bestmögliche Umfeld zu bieten!

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